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Wer in einem islamischen Land wie Ägypten, Tunesien oder Marokko Urlaub macht, bekommt die Chance, eine fremde und orientalisch anmutende Welt kennen zu lernen. Die Einheimischen sind durchweg gastfreundlich und gern bereit, den Urlauber über Land und Kultur zu informieren. Allerdings nur, sofern sich dieser den landestypischen Sitten und Gebräuchen nach verhält. Respektlosigkeit gegenüber den ägyptischen und islamischen Traditionen wird nicht gern gesehen und sorgt immer wieder für eigentlich vermeidbare Konflikte.
Wer im Ägypten Urlaub ein Gotteshaus besuchen möchte, sollte vor dem Betreten der Moschee durchaus seine Kleidung überprüfen. Freizügige Kleidung in Form von kurzen Hosen oder kurzärmligen T-Shirts wird verständlicherweise nicht gern gesehen. Merke: in eine deutsche Kirche würden die meisten Urlauber schließlich auch nicht luftig bekleidet gehen. Arme und Beine sollten sowohl bei Männern als auch bei Frauen bedeckt bleiben. Frauen sollten zudem ein Tuch mitbringen, um ggf. ihr Haar verhüllen zu können.
Auch außerhalb der Moscheen sollte man nicht allzu freizügig gekleidet sein. Was am Strand oder am Hotelpool in Ordnung ist, hat an öffentlichen Plätzen oder im Restaurant nichts verloren. Sommer Urlaub hin oder her.
Fotos von Einheimischen sollten nicht ohne Erlaubnis gemacht werden. Manche Ägypter möchten nicht fotografiert werden, andere verdienen sich mit touristischen Fotos ein Zubrot, um die Familie zu ernähren, und verlangen dafür ein kleines Trinkgeld.
Überhaupt ist das Geben von kleinen Trinkgeldern die Regel. Ob für Kofferträger, die direkt nach dem Flug Deutschland Ägypten auf den Urlauber zustürmen, oder im Taxi, Café… sogenanntes „Bakshish“ ist Pflicht.
Alkoholgenuss ist für streng gläubige Muslime verboten. Als Urlauber muss man natürlich nicht auf Wein, Bier oder Cocktails verzichten. Allerdings sollte man es tunlichst vermeiden, betrunken durch die Straßen zu ziehen. Einerseits ist dies einfach nicht angebracht, andererseits lockt es mitunter Kleinkriminelle an, die eine günstige Gelegenheit zum Diebstahl wittern.
Thomas Müller, reda@digitaleprodukte.de
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