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Abadi - Warum ist das so ungerecht?
Jede Minute sterben 10 Kinder, das sind 6 Millionen im Jahr. Davon über die Hälfte in Afrika, ist diese Billanz erschreckend? Da die Kinder fast nur verschmutztes Wasser zum trinken haben, stirbt alle 12 Sekunden ein unschuldiges Kind an den Folgen, insgesammt 4500 am Tag. Was für ein Wahnsinn! Manche von uns duschen zweimal am Tag, was würden diese sauberen Wassermassen für sie bedeuten??? Leben!
Afrika hat eine Gesamtfläche von 30,3 Mio. km² mit ca. 848,65 Millionen Menschen. Und die meisten von ihnen erleiden die schlimmsten Qualen, die für uns kaum vorstellbar sind. 64 Millionen der Kinder haben kein Dach über dem Kopf und über 90 Millionen sind zu dünn. Könnt ihr euch vorstellen, vor euren Augen, würde euer Kind verhungern? Einfach Unvorstellbar oder?

Doch in Afrika sind diese Zustände keine Seltenheit, allein 30000 Kinder unter 5 Jahren verhungern im Jahr. Oft werden die Kleinen von zu Hause fortgeschickt, weil ihre Eltern sie nicht mehr ernähren können. Grausam! Stellt euch vor, ihr seht einen gerade mal 5 jährigen Jungen, nennen wir ihn Abadi, er steht Mutterseelen allein auf einer verlassenen Strasse. Er hält sich die Hände vors Gesicht, weil er einfach nicht begreifen will, dass er allein ist. Aus seinen braunen Kulleraugen laufen dicke Tränen. Er weint bitterlich. Er weiß weder ein noch aus. Seine Gedanken kreisen nur um eins: Wo ist meine Mami? Warum haben sie mich fortgeschickt, war ich böse, was hab ich nur getan? Ich habe so einen Hunger. Aber der Durst ist noch viel schlimmer.
Ich will wieder nach Hause!
Würdet ihr nicht sofort zu ihm laufen, ihn in die Arme nehmen und beruhigen, ihn mit nach Hause nehmen, ihn versorgen und all eure Liebe geben? Ich glaube jeder von uns würde das tun, wer nicht, hat ein Herz aus Stein. Doch leider wissen die meisten Menschen nichts davon oder wollen es einfach nicht wissen, weil wir vor der Armut immer noch unsere Augen verschlissen und uns einreden, dass es sie nicht gibt. Wir leben weiterhin in unserer eigenen Welt. In der sich alles nur darum dreht, welche Markenartikel wir kaufen, welche Restaurants wir besuchen und ob wir ja auch das bessere Auto haben, als unser Nachbar. Abadi wird sein zu Hause, sowie seine Eltern wohl nie wieder sehen.
Was wohl all diesen Kindern geschieht, die ohne Vorwarnung in eine Welt voller Armut und Gewalt hinaus getreten werden? Manche Schicksale können oder wollen wir uns manchmal lieber nicht vorstellen. Für Kinder in Deutschland sind solche Gedanken unvorstellbar. Ihre Gedanken kreisen nur darum: Warum hab ich nur eine Aktion Figur bekommen, ich wollte doch alle fünf. Oder ich will heute keinen Braten, heute will ich lieber in die leckere Pizzeria neben an. Was ich nicht esse, wird ja sowieso weggeschmissen und dann nerv ich bis wir gehen. Würde Abadi mit einem deutschen Kind tauschen wäre das wohl der größte Schock für beide. Abadi würde sich aus Angst, vor dem ganzen lauten Spielzeug und den Massen an Essen, verkriechen. Hingegen der deutsche Junge nach einigen Tagen, wohl zu Tode kommen würde. Viele kleine Kinder in Afrika überleben nicht lang, sie verhungern und verdursten oder fallen Gewalttaten zum Opfer. Die Wenigen die es schaffen, werden meist selbst kriminell und landen im Gefängnis, wo übelste Zustände herrschen. Sind sie dann wieder frei, werden sie von der Gesellschaft verstoßen und ausgeschlossen.
Zum Glück gibt es ja einige Auffangstationen, wie zum Beispiel die SOS Kinderdörfer, die sich wirklich mit aller Kraft und Liebe, um die Kinder kümmern. Vielleicht, Hoffentlich läuft unser Abadi jemanden von ihnen, in die Arme und kann endlich Kind sein. Darum bitte ich jeden der das liest, unterstützt diese Kinder und gebt ihnen eine Chance. Die Kinder sind nun mal unsere Zukunft und zwar Alle.
Autor: Christin Schultz eMail: MarlenC82@aol.com
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