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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : July 01, 2007 | Autor : Markus Neuner
Kategorie : Sonstiges | Bisher gelesen : 1486

  

Alte Windmühlen oder ein kleiner Hauch an Ende des Horizonts

Ich ging spazieren, als ich an einer reihe alter Windmühlen vorbeikam. Ich blieb stehen und sah sie mir eine Zeit lang an. Der Wind musste ziehmlich stark blasen damit das Rad sich in Bewegung setzen konnte und trotzdem hatte es in all den Jahren in denen ich im Seenland lebte keinen Sturm mehr gegeben. Abermals fragte ich mich, musste es den wirklich ein Sturm sein? Nun ja wenn es nur ein leichter Windhauch wäre würde das Rad nicht einmal die Hälfte schaffen. Kurz um die Tage vergingen und im Seenland war nicht einmal ein Föhn zu vernehmen der das Mühlenrad in Bewegung versetzt hätte. Ich hatte einen kleines Anwesen gekauft das so ganz allein am weiten Feld neben der Windmühle stand. Meine Frau und ich waren im Dezember vorigen Jahres dort eingezogen. Natürlich musste das alte Haus das einem Bauern gehört hatte total renoviert werden aber das war kein Problem. Im Jänner begannen die Bauarbeiten den Wänden einen neuen Schliff zu geben und die Maler und Handwerker dekorierten das Haus von oben bis unten.

Im März des neuen Jahres waren wir bereits fertig und konnten die alten Möbel rauswerfen. Da an der kleinen Landstraße fast niemand vorbeikam, sah auch niemand den Blumenschmuck an unserem Haus. Doch eines Tages kam ein Antiquitätenhändler aus Mailand an unserer Straße mit seinem Auto vorbeigefahren. Er hielt vor der Einfahrt zu unserem Haus an, war ausgestiegen und betrachtete die alten Möbel. Als ich ihn dort stehen sah und bemerkte das er beim Anblick der Möbel immer wieder den Kopf schüttelte fragte ich mich ob es den so eine gute Idee gewesen war die Möbel so einfach hinauszustellen. Ich ging hinaus und fragte den Anitquitätenhändler was er so interessant daran fand die alten Möbel anzuschauen. "Mamma mia" sagte der Mann. "Wie können sie nur so eine Antiquität aus dem Haus werfen? Der Preis dieser Möbel ist enorm" sagte er überzeugend. "Haben sie niemals daran gedacht zu verkaufen" fragte er mich verwundert. "Doch doch aber auf wieviel schätzen sie würde ich noch was für die Möbel kriegen" sagte ich.

"Ich schätze so um die 10.000 Euro insgesamt" sagte der Mann. "Ach wirklich so viel dann können sie die ja sicher gerne in ihrem Geschäft gebrauchen" sagte ich stolz. "Wenn sie wollen nehme ich die Möbel nach Italia mit und verkaufe sie ihnen zu exakt dem gleichen Preis" sagte der Mann. Der Händler nahm ein paar kleine Möbelstücke mit und kam am nächsten Tag mit einem kleinen Lastkraftfahrzeug zurück um den Rest zu holen. Aber so schnell er gekommen war war er auch wieder verschwunden. Ich war froh endlich wieder Ruhe gehabt zu haben und ging wieder ins Haus.

So scharf war ich nie nach Verkauf gewesen aber dieser Herr scheint mir doch sehr überzeugt gewesen zu sein. Im Juli etwa zwei Monate nach erfolgreichem Verkauf der Möbel in Italien unternahm ich mit meiner Frau einen Ausflug nach Spanien an die Playa del osperiènda. Ums genau zu sagen waren am wohl schönsten Platz der Welt. In Santa Monata. Einer kleinen Stadt in der Nähe Madrids haben wir zwei Tage übernachtet. Das kleine Herberge war gemütlich und bequem eingerichtet. Am nächten Morgen weckten uns die Glocken der Chiesa Santa Maria Madalena in Monata. Als wir im Frühstückzimmer saßen fragten wir den Kellner wo das Ende der Welt ist. Die Playa del osperiènta liegt zwanzig Kilometer von Santa Monata enfernt und wurde als als das Ende der Welt bezeichnet. Der Horizont dort soll so einwandfrei blau sein das es er sich im Meer wiederspiegeln konnte. Es hat dort nie eine Wolke am Himmel gegeben. Jeder der an diesem Platz war wurde von einem unglaublichen Wohlbefinden und einer inneren Stärke befangen. Das klang so romantisch das wir uns noch am Nachmittag auf den Web nach Santa Theresa machten und dort den Bus nahmen. Die innere Ruhe hatte mich schon während der Fahrt durch die Hügellandschaft Spaniens befangen. Es erinnerte mich an meinen Studentenausflug in die Toskana nach Montepulciano. Die Gegend um Santa Monata und Santa Theresa wurde als die calle el vino bezeichnet. Sie war genau so schön ja fast so schön ums genau zu sagen. Nach zwei Stunden beschwerlichen Aufstiegs kamen wir in Santa Cruz und von dort war es nur noch ein Fußmarsch bis zur Playa el osperiènda.

Hombre conque sepas aquí es la fin el mundo. Como si fuera el alma dentro del centro al lado a te quarda como la niña de sus ojos. stand in der Inschrift eines Steines.

Und das in allen Sprachen.

Das Ende der Welt war für mich ein Glück es gesehen zu haben. Ich und meine Frau, wir beide saßen stundenland auf der Bank und betrachteten das Meer und den Horizont. Wir spührten einen zarten Wind der die Wellen auftürmen ließ.

La fin del Mundo! Das Ende der Welt.

---- Ende----

Markus Christian Neuner
E-mail: office@waldorffamilie.at.tt






 

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