München, seit 1240 fest in der Hand Wittelsbacher Herrschergeschlechte, blickt auf eine königliche Vergangenheit zurück. Als Königsstadt war es Vorreiter in punkto Mode, Architektur und Ausstattung. Schöngeistern wie Bayerns Vorzeigekönig, Ludwig II. galt es nachzueifern. Dem historischen Vorbild fühlen sich auch heute noch viele Münchner zugehörig und haben ein Faible für
Antiquitäten und antike Einrichtungen, sowie traditionelle Bräuche und Feste. Zwar sind viele der herrschaftlichen Münchner Etagenwohnungen mitsamt ihrer historischen Einrichtung mitlerweile in kleinere Einheiten umgebaut oder in fester Hand von Kanzleien oder Agenturen. Der Münchner aber richtet sich immer noch gerne mit Exponaten aus dem Kunst- und Antiquitätenbereich ein. Dem Zeitgeist entsprechend wird nicht die gesamte Einrichtung durch Antiquitäten dominiert, gerne aber werden mit Möbeln stilbildende Akzente gesetzt.
In diesem Zuge erlebt auch die Volkskunst aus dem süddeutschen Raum neue Bedeutung. Was zuvor sicherlich die afrikanische Maske war , das ist nun gerne wieder Kirchenkunst, bzw. Volkskunst aus dem eigenen Land. Interessanterweise sind es dabei die wertigen, raren Stücke, die nicht geahnten Aufschub bekommen haben. Mittelklasse dagegen ist nach wie vor nicht gefragt. Meinungsbildend wirken dabei auch viele der Inneneinrichter, auf deren Hilfe in München gerne zurückgegriffen wird. Gewählte Einrichtungen sind oft funktionell und modern. Der entscheidende Touch an Wärme kommt in solchen Einrichtungen gerne über Antiquitäten und antike Figuren exclusiver Povenienz. Zahlreiche
Bucherscheinungen haben genau diesen Einrichtungsstil zum Thema gemacht.
Hilfe zum Thema findet sich auf den in München zahlreichen Kunst-und Antiquitätenmesssen, den Schlossmessen in München und bayerischem Umland und über den Antik-Guide, einem Antiquitätenführer für München und Umland.