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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : January 17, 2011 | Autor : hundefreunde24
Kategorie : Auto und Verkehr | Bisher gelesen : 355

  

Zunächst stellt sich die Frage, ob es denn überhaupt artgerecht ist, Hunde zu erziehen. Eine weitere Frage ist dann, was heißt eigentlich erziehen und zu was soll der Hund erzogen werden?

Blickt man auf die Evolution bzw. auf die Natur, dann wird einem schnell klar, dass Hunde ständig einem Anpassungsprozess unterliegen, um die natürliche Auslese zu überstehen. Dieser Prozess ist seit dem Auftauchen der Caniden ein Teil ihres Lebens und hat bis zum heutigen Tag weitgehend gut gewirkt. Nur durch den Eingriff des Menschen wurden Fehlentwicklungen eingeleitet (Stichwort: verantwortungsvolle Hundezüchter). Hunde haben es geschafft, über tausende von Jahren zu überleben, indem sie sich organisierten. Die Überlebensstrategie heißt Rudelbildung und nicht Alleingängertum.

Um ein Rudel intakt zu halten, haben die Hunde gelernt, Hierarchiestrukturen zu akzeptieren. Jedes Rudelmitglied hat seinen Platz und seine Funktion, alle müssen sich an die Spielregeln halten. Wer’s nicht tut, fliegt raus – oder setzt sich als neuer Chef an die Spitze des Rudels.

Spätestens hier kommt wieder die Frage nach „artgerecht“ und „erziehen“. Wie bereits geschrieben, ist Hierarchie die Notwendigkeit für das Überleben des Rudels. Dazu ist es notwendig, dass der Chef klare Ansagen macht. Auch hier wird klar, dass Erziehung und artgerechte Haltung in engem Zusammenhang stehen.

Bei der Hundehaltung des 21. Jahrhunderts leben Hund und Hundebesitzer in einer ähnlichen Rudelbeziehung wie vor langen Zeiten. Es gelten daher viele Regeln aus der Evolutionsgeschichte, da die Haushund noch immer Verhaltensstrukturen aus jener Zeit besitzt.

Versteht man also „Erziehung“ dahingehend, dass der Hundehalter seine Position als Rudelführer festigt und ausbaut, dann ist Hundeerziehung unbedingt zu befürworten. In diesem Sinne ist Hundeerziehung keinesfalls mit Dressur zur Willenlosigkeit gleichzusetzen, sondern als Schaffung eines Rahmens, in dem sich der Hund wohlfühlen kann. Das erfordert vom Hundehalter ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Engagement.

Hundebücher über Hunderziehung und in Ergänzung dazu der Besuch einer Hundeschule sind wertvolle Hilfen, die jeder in Anspruch nehmen sollte.

Martin Stangl

info@hundefreunde24.de

www.hundefreunde24.de




 

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