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Bereits
lange vor der Geburt ihres Kindes grübeln werdende Eltern über den passenden
Vornamen. keine leichte Entscheidung, denn der Name wird ein Leben lang
benutzt, wesentlich häufiger als der Nachname und vor allem im persönlicheren
Kontext. Einerseits wollen Eltern nicht, dass ihr Kind den gleichen Namen wie
fünf andere aus der Schule oder der Kindergartengruppe trägt. Andererseits
könne einzigartige und ausgefallene Vornamen eine große Bürde werden: Ständig
wird es Nachfragen zur Bedeutung oder Schreibweise geben. Ausgefallene Vornamen
werden außerdem der Einfachheit halber im Freundeskreis abgekürzt, verändert
oder gar durch einen Spitznamen ersetzt. Von dem einst schönen Namen bleibt
dann nicht viel.
Zu bedenken ist auch, dass ein ausgefallener Vorname häufig für ein Lebensalter
passt, zum Beispiel niedlich für ein Kind aber unschön für einen Erwachsenen
ist. Darauf sollte besonders geachtet werden, wenn Namen aus dem Fernsehen, vor
allem von ausländischen oder Zeichentrickserien, und Fantasy-Romanen entnommen
werden.
Schön können ausgefallene Vornamen häufig dann sein, wenn ihnen tatsächlich
eine besondere Bedeutung zukommt, wenn beispielsweise eine Familientradition
zugrunde liegt. Dann können auch altertümlich klingende Vornamen dem Kind
gefallen, da es um die Erklärung seines Namens weiß. Die Eltern sollten sich
allerdings bei der Bedeutung sicher sein, denn nichts ist peinlicher als zum
Beispiel ein Übersetzungsfehler aus einer fremden Sprache, die beispielsweise
aus der Bedeutung "Geschenk" einen "Räuber" macht.
In Deutschland, anders als z.B. in den USA, besteht keine grenzenlose Wahl der
Vornamen, nicht alle werden von offizieller Seite anerkannt. Unter anderem mit
der Begründung, dass der Name nicht eindeutig als Mädchen- oder Jungenname zu
erkennen ist. Dann muss ein zweiter, eindeutiger Vorname hinzukommen.
Silvia Kühn kuehn@trendmile.com
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