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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : September 13, 2006 | Autor : H. Wiedow
Kategorie : Finanzen und Wirtschaft | Bisher gelesen : 1919

  

Wer ein Haus bauen oder kaufen will, oder eine sonstige Immobilie erwerben möchte sieht sich oft zu allererst mit der Frage einer günstigen Baufinanzierung konfrontiert. Beim Stichwort Darlehen denkt jeder an Banken und Bausparkassen. Vor allem letzteres haben auf den ersten Blick Vorteile, wenn es um die Frage der Baufinanzierung geht. Sie können mit unschlagbar niedrigen Darlehenszinsen werben. Zum Beispiel 4,5% für ein Bauspar-Darlehen. Da erscheinen die Darlehen von Banken und Sparkassen und Versicherungs-Gesellschaften auf den ersten Blick oft viel teurer. Voraussetzung für die Gewährung eines Bauspar-Darlehens ist der Abschluss eines Bauspar-Vertrages. Die Bauspar-Summe setzt sich zusammen aus:

  • dem Bauspar-Guthaben
  • dem Bauspar-Darlehen

In der Regel muss der Bausparer 40% der Bauspar-Summe einbringen, 60% bekommt er als Darlehen. Der Bauspareranteil kann auch als Einmalzahlung geleistet werden. Allerdings bekommt man das Darlehen dann nicht sofort ausgezahlt. Es kommt auf die so genannte Zuteilung an. Diese steht beim Abschluss des Vertrages nicht fest und hängt vom finanziellen Zustand der Bausparkasse ab. Geht es der Kasse gut, kann die Zuteilung schnell erfolgen. Umgekehrt kann das sehr lange dauern. Je mehr Geld die Bausparkasse einnimmt, desto eher gibt es das Darlehen. Je weniger sie einnimmt, desto länger dauert es. Bausparkassen ist es gesetzlich verboten, über den genauen Zeitpunkt der Zuteilung Zusagen zu erteilen oder mit den Wartezeiten zu werben.

Da Gebühren die Kosten in die Höhe treiben führt dies meist dazu, dass der effektive Zins für das Darlehen viel höher ist als der niedrige nominale Zinssatz, mit dem Bausparkassen ihre Kunden umwerben.

Fazit:
Dem Vorteil des niedrigen Darlehenszinssatzes stehen auch (mögliche) Nachteile entgegen. Ob es sich lohnt hängt von vielen individuellen Vorgaben ab. Eine zuverlässige Aussage dazu kann eigentlich nur von einem unabhängigen Finanzberater betroffen werden. Auf jeden Fall gilt:
Bauspar-Finanzierungen sind nicht in jedem Fall schlechter als Bank- oder Versicherungs-Finanzierungen.




 

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