|
Beispiel: Ein in Bayern hergestelltes Produkt wird stets von
einem Großhändler abgenommen, der in Hamburg ansässig ist und dort auch seine
Lagerhalle hat. Dieser Großhandel vertreibt dann diese Produkte in alle Welt,
zu der schließlich auch die BRD selbst zählt. Es kommt nicht selten vor, dass
dann Waren nicht nur nach Übersee gehen, sondern auch zurück nach Bayern oder
Sachsen von Hamburg aus geliefert werden. Und das vielleicht Lastzugweise!
Strategen - im Volksmund auch etwas spöttisch als "Auskenner"
bezeichnet - versuchen, unnütze Umwege zu vermeiden. Sie schlagen dem
Großhändler in Hamburg vor, beispielsweise eine Lagerhalle in Leipzig
aufzubauen oder zu mieten. Der Job für Freelancer
ist es dann, rechnerisch zu belegen, dass es allen beteiligten Unternehmen
Kosteneinsparung bringt. Zumindest wird das angestrebt. Es geht nicht nur um
direkte Kosten für Transporte, die dem Hersteller und dem Großhändler zugute
kommen, es geht auch darum, dass der Bezieher der Waren viel sicherer
termingerecht beliefert werden kann, denn niemand kann zuvor wissen, was alles
auf den Autobahnen und Landstraßen los ist. Der Kunde braucht die Ware unbedingt,
aber durch falsche und umständlich koordinierte Logistik bekommt er sie nicht
rechtzeitig.
Strategen können auch Menschen mit Erfahrung in der Unternehmensführung sein,
weil sie selbst Unternehmer sind oder waren. Der Elektriker als
Handwerksmeister mit eigener Werkstatt und der Klempnermeister als Unternehmer
kommen auf einer Baustelle zeitlich nicht miteinander zurecht; die beiden
Unternehmen kommen sich ständig in die Quere oder sie müssen warten, bis der
eine endlich so weit ist, dass der andere seine Arbeit beginnen oder fortsetzen
kann.
Der Dachdecker ist schon vor Ort, obwohl das Bauland noch unberührte Wiese ist.
Strategen sind als Freelancer Leute, die planen, regulieren und die zeitlichen
Abläufe mit allen möglichen Konsequenzen unter Einbeziehung der
Unternehmensstrukturen überblicken können. M. Hippe artikel@projektwerk.de
|