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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : October 08, 2007 | Autor : renate01
Kategorie : Kunst und Kultur | Bisher gelesen : 1136

  
Eine gute Rede ist wie ein guter Wein, sie reift über eine längere Zeit und kann nicht innerhalb von wenigen Minuten verfasst werden, und wie bei einem guten Wein jedes Fass seinen eigenen Charakter hat, so hat auch jede Rede ihren eigenen Charakter.
Wie beim Weinanbau, so ist auch die Rede eine Kombination aus Fleiß und Kunst, denn der Rohstoff muss immer wieder und wieder veredelt werden, bis zum Schluss eine einzigartige Rede entstanden ist.
Kaum jemand baut seinen Wein selbst an, sondern delegiert seine Arbeit an einen Winzer, dessen Produkt er dann kauft. Ähnlich verhält es sich bei Reden, kaum jemand nimmt die Mühsal auf sich, sich mit allen Stilmitteln und der Philosophie der Rhetorik auseinanderzusetzen, sondern man delegiert die Arbeit an einen Redenschreiber.
Redenschreiber haben den Vorteil, dass sie häufig Reden schreiben und allein aus diesem Grund Ihnen die Rede besonders kunstvoll und unverwechselbar gelingt. Natürlich kann man eine Rede auch selbst schreiben und kaum etwas spricht dagegen, sich einmal selbst auszuprobieren. Einen Redenschreiber kann man zum Schluss immer noch engagieren. Viele Menschen verfassen auch gerne ihre Rede mit einem Redenschreiber zusammen, um so beim Entstehungsprozess ihrer Rede hautnah dabei zu sein.
Aber ganz gleich, ob Sie ihre Rede nun von einem Redenschreiber verfassen lassen, oder es vorziehen, diese selbst zu schreiben, vergessen Sie über allem nicht, den Vortrag ihrer Rede eingehend zu üben, denn was hilft die brillanteste Rede eines Redenschreibers, wenn der Vortrag ins Stocken gerät, weil der Redner nicht ausreichend mit dem Werk des Redenschreibers vertraut ist?


Renate Müller (s-i-n@web.de)




 

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