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Der Begriff Burnout ist mit Sicherheit vielen in der
Berufswelt schon begegnet. Burnout kommt aus dem Englischen (to burn out) und
bedeutet übersetzt ausbrennen. Natürlich heißt das nicht, dass man in Flammen
steht oder innerlich verbrennt. Unter Burnout ist der körperliche und seelische
Zustand gemeint. Zum Beispiel: Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit,
Motivaktionslosigkeit, Müdigkeit, Trägheit, fehlende Energie,
Konzentrationsschwierigkeiten, Unzufriedenheit, Reizbarkeit, Angstgefühle,
vermindertes Interesse an Sex etc. Die
Burnout-Patienten weisen außerdem eine Reihe von körperlichen Symptomen auf,
wie Schulter- und Nackenschmerzen. Auch Muskelbeschwerden sind keine
Seltenheit. Kopfschmerzen, Magen-Darmbeschwerden sind beim Burnout die
häufigsten Symptome. Herzschmerzen sind seltenere Symptome, aber als
Krankheitszeichen bekannt. Wie kann es zu einem Burnout kommen? Psychologen
meinen, dass Burnout durch einen chronischen Stress, der über Wochen und Monate
anhält, ausgelöst wird. Die Betroffenen des Burnouts verlieren das seelische
Gleichgewicht, fühlen sich hilflos und kraftlos. Dies führt zu einer
Abwärtsspirale bis hin zur Selbstaufgabe. Eigene Grenzen werden überschritten.
Da Arbeitende die meiste Zeit auf der Arbeit verbringen, ist die extreme
Arbeitsbelastung die häufigste Ursache des Burnouts. Nicht nur, dass zu viel
Arbeit zu verrichten ist, sondern auch der Zeitdruck, der oftmals hinzukommt,
führt zum Burnout. Schlechte Arbeitsbedingungen und ein schlechtes
Betriebsklima sind oftmals eine zusätzliche Belastung. Burnout-Betroffenen
setzen sich selbst zu sehr unter Druck und fühlen sich den Anforderungen auf
Dauer nicht mehr gerecht bzw. gewachsen. Unter den Merkmalen des Burnouts
leiden vielleicht viele oder sind vielen bekannt, jedoch ist das Ausmaß und der
Zeitraum maßgebend, bis es zum Burnout führt. Ob man ein Burnout-Kandidat ist,
zeigen die Warn- und Alarmsignale. Erst einmal erscheint vor einer
Burnout-Krise alles positiv. Die Arbeit macht Spaß, vielleicht hat man sogar noch
die Aussicht auf eine Beförderung und man setzt alle Energie in Arbeit. Der
Betroffene ist dynamisch, engagiert und euphorisch. Jedoch wird mit der Zeit
das Engagement durch eine schleichende Erschöpfung ausgebremst. Eine
verminderte Belastbarkeit tritt auf. Stimmungsschwankungen und Immunschwäche
sind die Folge. Enttäuschungen und Misserfolge durchqueren den Weg. Die
Erholungsphase reicht nicht mehr aus und der Körper kann nicht genügend Kraft
schöpfen. Das Ganze führt zu einem Endzustand, der durch Entmutigung,
Resignation, zunehmende Infektanfälligkeit, Niedergeschlagenheit und
schließlich zu Selbstzweifel, Minderwertigkeits- und Versagensgefühlen führt.
Das Burnout hat zugeschlagen und die Betroffenen werden pessimistisch, sind
schnell gereizt und genervt. Negativismus und Fatalismus sind ein weiteres
Anzeichen. Psychologische Konsequenzen sind die Folge. Das Leistungsvermögen
baut sich langsam ab, die Motivation lässt nach, Kreativität geht verloren. Es
treten Konzentrationsstörungen auf, bis hin zu Vergesslichkeit. Das Burnout
nimmt Einfluss auf das private Umfeld. Es bleibt nicht aus, das Familien,
-Partner- oder Eheprobleme entstehen. Der Druck entsteht jetzt von zwei Seiten.
Es gibt keinen Ausweg oder Fluchtmöglichkeit für den Burnout-Patienten. Es wird
oftmals in solchen Situationen zu vermehrten Alkohol- oder Zigarettenkonsum
gegriffen. Das Problem der Schlaflosigkeit und innerliche Unruhe versucht der
Burnout-Betroffene durch die Einnahme von Medikamenten zu lösen. Die Situation
spitzt sich zu und der Burnout Patient muss was ändern, denn alles um ihn herum
scheint zusammen zu brechen. Im Extremfall verliert er seinen Job durch die
vielen Krankheitszeiten, seine Familie durch die Verhaltensveränderung und
seinen Freundeskreis durch zu wenig Zeit und Arrangement. Zunächst muss der
Burnout-Betroffene selbst Initiative ergreifen. Die Frage „hat sich der extreme
Einsatz gelohnt“ wird jeder Burnout Patient an der dieser Stelle mit „Nein“
beantworten, denn er fühlt sich am Ende seiner Kräfte. Energie, Kraft und
Motivation muss wieder her. Der unter Burnout Leidende muss sich Grenzen und
Regeln setzen. Der Arbeitseinsatz muss beschränkt werden, auch im zeitlichen
Sinne. Für ausreichend Schlaf sollte der Burnout-Betroffene sorgen, damit der
Körper zur Ruhe kommt und Energien speichern kann. Eine ausreichende gesunde
Ernährung ist ebenfalls sehr wichtig. Wer unter Burnout leidet, sollte sich
einen körperlichen Ausgleich suchen. Irgendeine Sportart wird dem
Burnout-Patienten zusagen. Hilfreich sind auch Entspannungstechniken wie
Meditation oder autogenes Training. Den Kontakt zum Freundeskreis pflegen, ist
eine weitere wichtige Maßnahme. Ganz wichtig jedoch ist die Familie, die in der
Lage ist, dem Burnout-Patienten den größten Halt zu geben. Psychologen helfen den
Burnout Patienten, den richtigen Weg zu gehen! Burnout-Betroffene dürfen nicht
zögern, sich die psychologische Hilfe zu suchen und anzunehmen. Auch ein
geeignetes Coaching ist hier
ratsam. Das Coaching sollte dann
auf dieses Problem gerichtet sein. Gemeinsam ist man stärker und erreicht das
Ziel, wieder ein zufriedenes Leben zu führen.
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