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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : November 13, 2008 | Autor : mtber
Kategorie : Sport und Unterhaltung | Bisher gelesen : 993

  
Creatin Infos

Was genau ist Creatin?
Die genaue Bezeichnung für Creatin lautet 3-Methylguanidino Essigsäure. Da sich das sehr schlecht aussprechen lässt bleiben wir einfach bei Creatin. Es handelt sich beim Creatin um eine organische Säure die in der Niere, der Leber und in der Bauchspeicheldrüse synthetisiert werden kann. In der Sporternährung werden unterschiedliche Creatinverbindungen als Nahrungsergänzung genutzt, unter anderem Creatin Monohydrat, -Orotat, -Glukonat. Sinn und Zweck einer Creatin Einnahme für Sportler ist die zu erwartende Kraftsteigerung und ein deutlicher Muskelaufbau. Wir nehmen Creatin auch über die normale Ernährung auf, vor allem in Form von rotem Fleisch und Fisch, allerdings in Mengen die für einen deutlichen Muskelaufbau nicht ausreichend sind.

Im Körper entsteht das Creatin aus drei unterschiedlichen Aminosäuren - Glycin, Arginin und Methionin. In der Leber können diese drei Aminosäuren kombiniert werden, durch die Synthese ensteht im Körper dann das Creatin. Der für den Sportler wirkungsvollere Weg ist aber die Aufnahme über Sporternährungs Produkt.

Wie groß sind die Creatin Speicher im Körper
Abhängig von der Muskelmasse und dem individuellen Körpergewicht variiert die Menge an gespeichertem Creatin. Etwa 120g sollten aber bei einem 80kg schweren Sportler gespeichert sein. Die Hauptspeicher für das Creatin (etwa 95-98%) liegen in der Muskulatur. Nur etwa 2-5% werden dann noch in Regionen wie dem Herz, dem Gehirn und den Hoden gespeichert.

Wie sieht die Wirkung von Creatin aus?
Kurz vorweg, was das Creatin alles genau im Körper bewirkt ist eine Theorie, bis ins letzte Detail ist die Wirkung von Creatin noch nicht erforscht. Es ist immer wieder erstaunlich wie wenig wir von den Vorgängen in unserem Körper immer noch wissen. Nachfolgend aber die Erkenntnisse diverser Forschungen zur Rolle des Creatins für den Muskelaufbau und anderen Stoffwechselaktionen.

1. Volumisierung der Muskulatur.
Es handelt sich bei dem Phantasiewort "Volumisierung" um ein Phantasiewort für den Prozess, bei dem das Volumen der Muskulatur vergrößert wird, indem Flüssigkeit in die Muskelzelle geschleust wird. Durch die Eigenschaft des Creatins Wasser in die Muskelzellen zu schleusen, kann die Muskelmasse vergrößert werden. Es ist allerdings noch nicht klar wie groß dieser Effekt ist.

2. Zusätzliche Energiebereitstellung für die Muskelarbeit.
Viele können sich wahrscheinlich noch entfernt an den Biologie Unterricht erinnern. Da war die Rede von ATP oder genauer Adenosin Triphosphat. Bei dem ATP handelt es sich ganz einfach gesehen um einen Energie Speicher. Noch dazu um einen Speicher der der Muskulatur sehr schnell Energie für die Muskelarbeit liefern kann. Andere Energiequellen im Körper wie das Glykogen oder Fett müssen erst konvertiert werden um die Energiespeicher nutzen zu können. Es gibt aber Sportarten mit hochintensiven, schnellen Muskelaktivitäten wie z.B. der Sprint, das Gewichtheben oder eben auch das Bodybuilding, bei dem die Muskulatur stark und schnell kontrahieren muss. Diese Muskelaktivitäten erfordern eine extrem schnell verfügbare Energiequelle. Dieser Energiespeicher ist dann das ATP.

Die Nutzung dieser Energie für die Muskelarbeit ist aber nur über einen chemischen Prozess möglich, bei dem ATP in zwei einfachere Elemente, dem Adenosin Di-Phosphat (ADP) und anorganischem Phosphat aufgespalten wird. Bei diesem Prozess wird Energie frei die schnelle Muskelkontraktionen ermöglicht, leider gibt es aber keine unbegrenzten Speicherkapazitäten. Es steht bei maximaler Muskelanspannung nur etwa für 10-15 sek. Energie zur Verfügung.

An dieser Stelle kommt jetzt die Stunde des Creatins, genauer des Creatin Phosphats (CP). Da die meisten die kompletten Details nicht interessieren nur so viel. Der größte Anteil des im Körper gespeicherten Creatins ist an Phosphor Speicher gebunden und kann daher in Creatin Phosphat konvertiert werden. Dieses Creatin Phosphat kann mit dem ADP reagieren und dieses (nutzlose) ADP wieder in die Mega Energiequelle ATP zurück verwandeln. Dieser Vorgang sorgt direkt wieder für mehr Energie im Körper. Bei hochintensiven Belastungen wie sie z.B. im Bodybuilding vorkommen, wirkt Creatin so als Recycling System für die Energiereserven für anaerobe Aktivitäten.

3. Creatin zur Milchsäure (Laktat) Pufferung.
Die Entstehung von Milchsäure in der Muskulatur ist ein stark leistungslimitierender Faktor. Studien neueren Datums lassen vermuten das Creatin dazu beitragen kann, das die Laktatbildung in der Muskulatur während intensiver Trainingseinheiten verringert wird. Eine verstärkte Lakatbildung macht sich durch unangenehmes Brennen in der Muskulatur während intensiver Belastungen bemerkbar. Die Laktatbildung ist eigentlich ein komplizierter Prozess. Man kann das aber auch simpel formulieren ohne ins Detail zu gehen, ein Wasserstoff Ion wird an das Creatin gebunden, dies wiederum führt zu einer verzögerten Laktatbildung. Es müssen aber noch weitere Studien folgen um die  genauen Zusammenhänge zu erkennen.

4. Creatin zur Steigerung der Protein Synthese.
Ein starker Muskelaufbau wird vor allem durch eine Steigerung der Protein Synthese erreicht. Viele Daten deuten darauf hin das der anabole Status des Körpers durch eine Creatin Einnahme verbessert werden kann. Das sorgt wiederum für die erwünschte Muskelhypertrophie, also eine Muskelfaser Querschnittsvergrößerung.

Dies waren die aktuellen Ergebnisse zur Frage wie Creatin im Körper wirkt. Für Bodybuilder mit dem Trainingsziel Muskelaufbau ist der Punkt der Energiebereitstellung durch das Creatin der wichtigste Faktor.

120g Creatin im Körper, ist das nicht ausreichend?
Die Begründung einer Creatin Supplementierung durch Sporternährungs Produkte ist darin zu suchen, das bei harten Trainingseinheiten entsprechend viel Creatin verbraucht wird. Pro Kg Muskelmasse befinden sich nur etwa 3.5-4g Creatin, dieser Vorrat ist aber bei intensiven Belastungen schnell aufgebraucht. Hier bringt eine zusätzliche Creatin Einnahme sehr viel, da die leeren Creatin Speicher schneller wieder aufgefüllt werden. Wenn zu viel Creatin zugeführt wird, dann wird dieses vom Körper in Form des Abfallprodukts Creatinin wieder ausgeschieden.

Autor: Markus Mueller
E-Mail: info[at]global-nutrition.de




 

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