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Creatin ist ein nicht ganz neues Supplement auf dem
Fitness-Markt und wurde bereits im vergangenen Jahrhundert von Kraftsportlern
aus dem Ostblock verwendet. Bekannt wurde Creatin jedoch erst durch einige
Leichtathleten, welche diese Substanz zur Leistungssteigerung eingesetzt haben.
Seit Mitte der 90er Jahre wird Creatin dann in Form von Creatin Monohydrat auf
dem Nahrungsergänzungsmarkt angeboten und verkauft. Die Leistungssteigerungen
die man mittels Creatin erzielen kann sind teilweise so enorm, dass mehrfach
darüber nachgedacht wurde, ob Creatin auf die Liste der unerlaubten
Dopingsubstanzen gesetzt werden soll. Und das obwohl Creatin eine körpereigene
Substanz darstellt, die darüber hinaus auch Teil der täglichen Ernährung sein
kann, sofern man sich nicht vegetarisch oder vegan ernährt.
Der Hype um Creatin hat in den vergangenen Jahren so stark
zugenommen, dass Nahrungsergänzungsmittelfirmen stets auf der Suche nach neuen
Formen und Rezepturen ihrer Creatinprodukte sind. Ursprünglich wurde Creatin
lediglich in Form von Creatin Monohydrat angeboten. Als nächster Schritt wurden
so genannte Transportmatrixen hinzugefügt. Diese sollen die Aufnahme,
Resorption und Wirkung des Creatins verbessern und steigern. Dadurch dass
Creatin durch Insulin verstärkt in die Zellen eingeschleust werden kann,
bestehen die meisten dieser Matrixen aus hochglykämischen Kohlenhydraten, wie
Maltodextrin, Dextrose oder Wachsmaisstärke. Zusätzlich werden dann häufig noch
Substanzen und Zusatzstoffe hinzugefügt, welche mit dem Creatin zusammen
synergistische Effekte haben sollen. Am Häufigsten kommt hier Glutamin, Taurin
oder ALA zum Einsatz.
Da Creatin jedoch in Flüssigkeit zu Creatinin zerfallen
kann, was wiederum für den Körper unbrauchbar und mehr als Belastung angesehen
wird, da dieses über die Nieren herausgefiltert werden muss, arbeiteten
Wissenschaftler fieberhaft an einer Lösung dieses Problems und fanden diese
schließlich in der Pufferung des Creatins, welches dieses pH-stabil werden ließ
und somit nicht mehr in Flüssigkeit zerfallen könne. Diese neue Rezeptur ist
unter dem Namen Krealkalyn bekannt, welches heutzutage mindestens genauso
populär ist, wie Creatin Monohydrat. Doch auch hier muss ganz klar gesagt
werden, dass die Grundsubstanz von Krealkalyn Creatin Monohydrat bleibt und
daher nicht mehr Effekte zu erwarten sind, sondern lediglich die
Verträglichkeit möglicherweise verbessert werden konnte.
Mittlerweile gibt es nun dutzende verschieden Formen von
Creatin, die auf dem Markt der Nahrungsergänzungen zu erhalten sind.
Creatin-Malate, Creatin-Esther und und und. Wer sich in Bezug auf
Leistungssteigerung nun einmal an Creatin versuchen möchte, dem sei empfohlen,
zunächst klassisch mit Creatin Monohydrat und einer eventuell beigefügten
Transportmatrix aus Kohlenhydraten und Aminosäuren bedienen sollte und nur bei
auftretenden Nebenwirkung oder gar ausbleibender Wirkung an die neueren Formen
wenden sollte.
Autor: Jan Lehmkuhl in Koperation mit Philipp Rauscher (TEAM-ANDRO.com) Email: jan@team-andro.de
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