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Denkmalschutz
und -pflege hat in Deutschland einen besonderen Stellenwert.
Bundesweit sind über 1 Mio. Bauwerke registriert. Ihren Ursprung
haben die Denkmäler in verschiedenen Epochen. Bei Bauwerken finden
sich vor allem Gebäude aus dem Barock, Renaissance und Gotik in
Deutschlands Städten wieder.
Denkmalschutz
bedeutet allerdings nicht nur den Erhalt der Bauwerke. Auch
Sanierungen, Rekonstruktionen und Modernisierungen sind Teil des
Geschäfts. Im Laufe der Zeit sind die meist pompösen und
beeindruckend großen Gebäude der Witterung ausgesetzt. Besonders
die Fassaden und Dachkonstruktionen müssen regelmäßig und
umfangreich vor dem drohenden Verfall geschützt werden. Hierzu
werden spezialisiert Firmen im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen
beauftragt. Die auf Denkmalschutz ausgelegten Betriebe kommen aus
unterschiedlichen Handwerkszweigen. Dachdecker, Maler,
Fassaden- und Kirchenbauer, Zimmerer oder Tischler werden je nach
Bedarf hinzugezogen.
Während
der Ausbildung zum Maler kann der Lehrling bei einem entsprechenden
Betrieb die Fachrichtung Bauten- und Denkmalschutz erlernen. Hier
stehen sämtliche Maßnahmen im Umgang mit dem Denkmalschutz im
Mittelpunkt. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Der angehende Maler
erlernt hier den Umgang mit den historischen Baumaterialien. Egal ob
Sandstein, Marmor oder Granit, der auf Denkmalschutz spezialisiert
Maler muss für alle Oberflächenmaterialien die passenden Substanzen
kennen. Neben der Restaurierung und dem damit verbundenen Ausbessern
von Löchern, Rissen oder Spalten steht auch die Behandlung der
historischen Oberflächen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Lacke,
Polituren oder Farben müssen in der richtigen Zusammensetzung
angemischt und aufgetragen werden. Dabei sind die Besonderheiten der
einzelnen Epochen in Sachen Material- und Farbauswahl zu beachten.
Auch der
Korrosionsschutz spielt eine besondere Rolle im Denkmalschutz.
Brücken, historischen Tore, Zäune oder Ornamente müssen vor der
Witterung geschützt werden. Besonders in den an Nord- und Ostsee
gelegenen Städten, wie Hamburg
oder Rostock, besitzt der Schutz vor der salzhaltigen Feuchtigkeit
eine große Herausforderung im Denkmalschutz. Karin Unger karin.u464@web.de
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