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Veröffentlicht : November 09, 2010 | Autor : Karin Unger
Kategorie : Business | Bisher gelesen : 459

  
Denkmalschutz und -pflege hat in Deutschland einen besonderen Stellenwert. Bundesweit sind über 1 Mio. Bauwerke registriert. Ihren Ursprung haben die Denkmäler in verschiedenen Epochen. Bei Bauwerken finden sich vor allem Gebäude aus dem Barock, Renaissance und Gotik in Deutschlands Städten wieder.


Denkmalschutz bedeutet allerdings nicht nur den Erhalt der Bauwerke. Auch Sanierungen, Rekonstruktionen und Modernisierungen sind Teil des Geschäfts. Im Laufe der Zeit sind die meist pompösen und beeindruckend großen Gebäude der Witterung ausgesetzt. Besonders die Fassaden und Dachkonstruktionen müssen regelmäßig und umfangreich vor dem drohenden Verfall geschützt werden. Hierzu werden spezialisiert Firmen im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen beauftragt. Die auf Denkmalschutz ausgelegten Betriebe kommen aus unterschiedlichen Handwerkszweigen. Dachdecker, Maler, Fassaden- und Kirchenbauer, Zimmerer oder Tischler werden je nach Bedarf hinzugezogen.


Während der Ausbildung zum Maler kann der Lehrling bei einem entsprechenden Betrieb die Fachrichtung Bauten- und Denkmalschutz erlernen. Hier stehen sämtliche Maßnahmen im Umgang mit dem Denkmalschutz im Mittelpunkt. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Der angehende Maler erlernt hier den Umgang mit den historischen Baumaterialien. Egal ob Sandstein, Marmor oder Granit, der auf Denkmalschutz spezialisiert Maler muss für alle Oberflächenmaterialien die passenden Substanzen kennen. Neben der Restaurierung und dem damit verbundenen Ausbessern von Löchern, Rissen oder Spalten steht auch die Behandlung der historischen Oberflächen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Lacke, Polituren oder Farben müssen in der richtigen Zusammensetzung angemischt und aufgetragen werden. Dabei sind die Besonderheiten der einzelnen Epochen in Sachen Material- und Farbauswahl zu beachten.


Auch der Korrosionsschutz spielt eine besondere Rolle im Denkmalschutz. Brücken, historischen Tore, Zäune oder Ornamente müssen vor der Witterung geschützt werden. Besonders in den an Nord- und Ostsee gelegenen Städten, wie Hamburg oder Rostock, besitzt der Schutz vor der salzhaltigen Feuchtigkeit eine große Herausforderung im Denkmalschutz.

Karin Unger

karin.u464@web.de




 

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