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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : March 24, 2008 | Autor : Chrischan
Kategorie : Business | Bisher gelesen : 1349

  
Wenn es auf dem ersten Weg nicht klappt, kann jeder Zeit das Abitur über den Zweiten Bildungsweg nachgeholt werden. Interessierte, die über einen qualifizierten Realschulabschluss bzw. über die Fachoberschulreife verfügen und mindestens 3 Jahre Berufserfahrung nachweisen (eingerechnet werden auch Erziehungszeit, Haushaltsführung sowie Zivil- und Wehrdienst) können bundesweit an Abendgymnasien, Volkshochschulen, Kollegs oder Fernschulen die Allgemeine Hochschulreife nachholen. Unterschieden wird zwischen Teilzeit- und Vollzeitausbildung. Wer während des Schulbesuchs Vollzeit arbeiten möchte oder muss, kann eine Volkshochschule oder ein Abendgymnasium besuchen. Insbesondere das Abendgymnasium ist bei Berufstätigen beliebt, da die Unterrichtszeiten auf die Arbeitszeiten der Arbeitnehmer abgestimmt sind. Die Schüler/innen können in 5-7 Semestern je nach Schule an einzelnen Tagen in der Woche oder an fünf Tagen in der Woche abends oder vormittags die Schulbank drücken. Finanzielle Unterstützung kann an einem Abendgymnasium ab dem 4. Semester in Form von elternunabhängigen Schüler-Bafög beantragt werden. Die Höhe des Bafögs orientiert sich an der Einkommenssituation des Schülers/der Schülerin und muss nicht zurückgezahlt werden.
Ist man nicht berufstätig und möchte das Abitur über einen Vollzeitunterricht erreichen, sollte man sich bei einem Kolleg bewerben, an dem das Abitur innerhalb von 6 Semestern nachgeholt werden kann. Die Voraussetzungen für die Aufnahme sind die gleichen wie bei Abendgymnasien. Bewerber müssen oft mit einer Wartezeit von 1-3 Semestern rechnen, da Kollegs sehr beliebt sind. Auf finanzielle Unterstützung haben Schüler/innen eines Kollegs ab dem ersten Semester Anspruch. Auch hier kann elternunabhängiges Bafög beantragt werden, welches nicht zurückgezahlt werden muss. Schüler-Bafög wird übrigens noch zwei Semester länger gezahlt, wenn das Ausbildungsziel nach der Regelzeit noch nicht erreicht werden konnte.
Im Gegensatz zu Abendschulen und Kollegs sind Fernschulen etwas teurer. Diese bieten sich in der Regel auch nur an, wenn man auf freie Zeiteinteilung angewiesen ist oder andere Schulen nicht erreichen kann.
An allen Schulen und Kollegs kann die Regelausbildungszeit je nach Qualifikation verkürzt werden. So kann man an einem Kolleg schon nach zwei Jahren die Allgemeine Hochschulreife erreichen.




 

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