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Erst die Models, dann die
Hollywoodstars - jetzt machen es alle: Allein 2002 haben sich eine
halbe Million Deutsche durch Schönheitsoperationen verändern
lassen.
Der große Run auf die
Beauty-Medizin - warum immer mehr der Natur nachhelfen
Britney Spears fackelte
nicht lange. „Ich will besser aussehen, meine Nase ist zu breit",
klagte die amerikanische Pop-Prinzessin wiederholt in TV-Interviews
-und ließ die Ärzte ran. Resultat: Die ausladenden
Nasenflügel sind kleiner, das Nasenbein ist kürzer. Und das
ist nicht noch nicht alles: Ihre Oberweite ließ sich Fräulein
Spears gleich mit vergrößern.
Britney Spears, Mariah Carey, Michael
Douglas -doch nicht nur bei US-Promis sind Schönheitsoperationen
das Thema. Ich will besser aussehen - das sagen sich jährlich
insgesamt fünf Millionen Amerikaner und lassen sich Fett
absaugen, Falten entfernen, Lippen aufspritzen, Zähne weißen
oder die Nase verschönern. Beliebtes Geschenk zum
High-School-Abschluss: ein neues Dekolletee.
„In den USA reden die Leute sogar
beim Mittagessen in der Kantine ganz offen über ihre letzte
Schönheits-OP", bestätigt Dr. Afschin Fatemi, 31,
ärztlicher Leiter der S-Thetic Clinic mit Filialen in Unna und
Düsseldorf. Gerade eben kommt er aus den USA zurück, wo er
mit Chers „Leibarzt" Dr. Grossmann neue OP-Techniken
austauschte. „Cher ist natürlich das Extrembeispiel, aber bei
weitem keine Ausnahme. Im Prinzip ist ganz Hollywood operiert."
Und Deutschland zieht nach. Auch hier
legten sich zuerst die Promis unters Messer: Nirgendwo in der
Republik ist die Silikondichte höher als in den VIP-Bereichen
zwischen Hamburg und München. Auf Partys und in Klatschspalten
wird eifrig gerätselt: Hat Jenny Elvers sich nun ihre Brüste
vergrößern lassen? Hat Sabrina Setlur eine neue Nase?
Waren Naddels Zähne schon immer so blendend weiß? Anders
als in den USA ist in Deutschland beim Thema Schönheits-OP
Diskretion oberstes Gebot: „Das Klima wird zwar zunehmend offener,
doch noch bekennen sich nur wenige öffentlich zu einem
Eingriff“, sagt Dr. Fatemi. Dafür sprechen die Zahlen eine
klare Sprache: Die Deutsche Gesellschaft für ästhetische
Chirurgie (DGÄC) verzeichnete für das vergangene Jahr
insgesamt 400 000 Schönheits-OPs, Fachbuchautoren sprechen sogar
von bis zu 800 000 kosmetischen Korrekturen jährlich.
Fettabsaugen hat sich zum Bestseller entwickelt: Nahezu jeder zweite
schönheitskosmetische Eingriff geht an die überflüssigen
Pfunde. Augenlidstraffung, Brust- und Nasenkorrekturen folgen auf der
Hitliste. Und: Immer mehr Männer lassen den Schönheitschirurgen
eingreifen. Ihren Höhepukt hat die neue Wachstumsbranche noch
lange nicht erreicht. „In spätestens fünf Jahren haben
wir hier amerikanische Verhältnisse“, prognostiziert Dr.
Fatemi. Aktuellen Umfragen zufolge setzen sich mindestens jede zweite
Frau und jeder dritte Mann ernsthaft mit dem Thema Schönheits-OP
auseinander. Die Hauptgründe für den Trend: Die Techniken
wurden gerade in jüngsten Jahren deutlich verfeinert, die
Eingriffe werden unkomplizierter und sicherer, die gesellschaftliche
Akzeptanz ist gestiegen.
Egal ob Promi oder Otto
Normalverbraucher - Schönheitsoperationen sind längst zu
einem Thema für alle geworden. „Den typischen Patienten gibt
es nicht. Das geht los bei der Studentin, die auf eine Brust-OP
spart, und endet beim Vorstandsmitglied einer Bank“, bestätigt
Dr. Martin Koch, ärztlicher Leiter der Alster-Klinik in Hamburg,
und macht einen Trend aus: „Es kommen immer mehr jüngere
Patienten.“ Die Branche boomt - da wollen neben den seriösen
und renommierten Ärzten und Kliniken natürlich viele mit
verdienen, die nicht die notwendige Ausbildung haben. Das Problem für
Patienten: Schwarze Schafe sind schwer zu erkennen, denn im Prinzip
kann sich jeder Arzt mit den Titeln „Schönheitschirurg",
„Kosmetischer Chirurg" und „Ästhetischer Chirurg"
schmücken - die Bezeichnungen sind nicht geschützt.
Wer kein unnötiges Risiko eingehen
will, checkt den Arzt seiner Wahl. Die wichtigsten drei Kriterien
sind Ausbildung, Erfahrung, Methoden. Ein seriöser Arzt kann
eine Facharztausbildung nachweisen, zum Beispiel „Facharzt für
Plastische Chirurgie", „Facharzt für HNO", „Facharzt
für Dermatologie". Allerdings: Das allein reicht nicht. Die
Weiterbildung in einem Spezialbereich plus regelmäßige,
möglichst tägliche Operationspraxis, sind unabdingbar,
betont Dr. Dietmar Löffler, ärztlicher Leiter der Kö-Klinik
in Düsseldorf: „Wenn ein Arzt nur vier Nasen pro Jahr
operiert, nützt ihm auch ein Professorentitel nichts." Ein
seriöser Arzt wird seine Erfahrung mit Vorher-Nachher-Fotos von
eigenen OPs belegen. Er informiert ausführlich über
mögliche Komplikationen, geht individuell auf jeden Patienten
ein und schützt auch vor allzu gewagten Eingriffen.
Dr. Fatemi: „Zu einer sehr kleinen
und schmalen Patientin passt nun einmal kein riesiger Busen. Das
OP-Ergebnis muss vor allem natürlich aussehen."
Vorsicht bei
vermeintlichen Gütesiegeln: Eine Mitgliedschaft in der
Gesellschaft für kosmetische Chirurgie sagt gar nichts aus. So
gut wie alle seriösen Ärzte der Branche sind hingegen in
der Vereinigung der deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC) oder in
der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische
Chirurgie (DGÄC). Beide legen bei ihren Mitgliedern hohe
Maßstäbe an - und sind doch keine hundertprozentige
Garantie: „Über Schleichwege sind auch in VDPC und DGÄC
einige Ärzte ohne ausreichende Erfahrung eingesickert",
erklärt Dr. Löffler. Deshalb: Vor einer OP sollten
Patienten immer mit mehreren Ärzten sprechen, am besten eine
Checkliste mit den wichtigsten Punkten abhaken, ehe sie sich
entscheiden. Auf den folgenden Seiten informiert PRINZ über die
neuesten Techniken sowie über Risiken und Kosten der wichtigsten
und häufigsten Beauty-OPs für Männer und Frauen, von
Fett absaugen über Falten entfernen, Lippen aufspritzen, Zähne
weißen, Nasenkorrektur, Brust-OP, Augen lasern bis hin zur
Haartransplantation. Als besonderen Service stellt PRINZ Spezialisten
Ärzte und Kliniken - der Stadt vor. Renommierte Fachärzte
haben diese Auswahl im Auftrag von PRINZ überprüft. Diese
Liste kann ein erster Schritt zu einer erfolgreichen Beauty-OP sein.
Denn, so auch Professor Dr. Wilfried Schmeller von der Lübecker
Hanse-Klinik: „Bei fachgerechter Ausführung sind die Risiken
gering."
„Cher ist das Extrembeispiel, aber
bei weitem keine Ausnahme. Ganz Hollywood ist operiert“
<a
href="http://www.s-thetic.de/leistungsspektrum/schoenheit-ohneskalpell.htm">Schönheit
ohne Skalpell</a>
Dieter Pashmin
info@pashmin.de
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