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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : April 08, 2007 | Autor : claudia wieser
Kategorie : Gesundheit | Bisher gelesen : 2379

  

Der Heublumensack

Bereits Pfarrer Künzle und Sebastian Kneipp verwendeten den Heublumensack, um rheumatische Beschwerden, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Magenkrämpfe, Blasen- und Nierenentzündung, Asthma und Bronchialkatarrh zu lindern. Heute wird diese uralte Heilmethode hauptsächlich von Heilpraktikern und naturheilkundlich orientierten Ärzten wegen der durchblutungsfördernden, stoffwechselanregenden und entschlackenden Wirkung eingesetzt. Die Heublumen sind die getrockneten Blüten verschiedener Gräser und Teile von verschiedenen Wiesenkräutern. Je nach Lage der Wiese kann die Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein. Durch das Rauchgras (Anthoxantum odoratum) entsteht der typische Geruch der Heublumen. Heublumendämpfe sind ein bewährtes Mittel bei Erkältung und starkem Husten.

Der Heublumensack kann in der Apotheke, Drogerie oder im Kneipp-Verein gekauft werden. Heublumen aus einer sicheren Quelle können natürlich auch selbst in ein Leinen- oder Baumwollsäckchen gefüllt werden. Je nach Größe benötigt man 250 – 500 gr. Heublumen. Der Heublumensack wird 30 Minuten über kochendem Wasser im aufsteigenden Wasserdampf gedämpft.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Angefeuchteten Heublumensack in einen Siebeinsatz des Dampfkochtopfs ohne Ventil legen.
  • Steine in einen hohen Topf legen und den angefeuchteten Heublumensack auf die Steine legen.
  • Holzstäbchen oder Kochlöffel über Kreuz auf einen Topfrand legen und den angefeuchteten Heublumensack darüber.

Vor der Anwendung die Temperatur prüfen. Das Säckchen sollte ca. 42 Grad warm sein und wird auf die zu behandelnde Stelle aufgelegt. Mit einem Baumwolltuch wird der Heublumensack fest eingepackt und mit einer Wolldecke die gesamte Umgebung abgedeckt. Die Anwendungsdauer ist ca. 40 – 50 Minuten. Wenn der Heublumensack nicht mehr warm ist kann er auch vorher abgenommen werden. Nach der Behandlung ist eine Bettruhe von mindestens einer Stunde für das Stoffwechselgeschehen sehr förderlich. Der Heublumensack wird allgemein auch von Allergikern gut vertragen. Dennoch sollten Allergiker erst einen vorsichtigen Test machen da es in seltenen Fällen auch zu allergischen Hautreizungen kommen kann. Der Heublumensack kann auch mittels Bioresonanz auf eine allergische Reaktion des Anwenders ausgetestet werden.

Akute Entzündungen und akute rheumatische Schübe sind ebenso wie offene Verletzungen eine Gegenanzeige für die Anwendung des Heublumensacks.

Autor: Claudia Wieser claudia.wieser[at]gmail.com




 

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