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Was das bedeutet für sein zukünftiges Leben als freier
Christ, kann sich Allam jetzt schon gut vorstellen: ständige
Überwachung und Bodyguards bestimmen seit fünf Jahren sein Leben, seitdem
Todesfatwas der radikalen Islamisten gegen ihn zunahmen. Sein Alltag ist
bestimmt von der Bedrohung, denn eine Abkehr vom Islam ist für gläubige Muslime
nicht möglich und wird von vielen ehemaligen Moslems nur heimlich vorgenommen.
Allam ist einer der wenigen, der offen Islam und Koran kritisiert und immer wieder vor einer
Islamisierung der italienischen Gesellschaft und ihrer Politik des
Appeasement warnt- schon als er bei der bekannten
italienischen Zeitung „ Corriere della Sera“ 2003 als stellvertretender
Chefredakteur anfing, war einer seiner ersten Artikel eine Reportage mit dem
Thema „ Die neuen Katakomben der Konvertiten“, ein Bericht über die Ängste der
Muslime, vom Islam zum Christentum überzutreten.
Allams kritische
Einstellung gegenüber seiner ehemaligen Religion und sein jahrelanger Versuch,
einen moderaten Islam durch fundierte Auseinandersetzung erfahrbar zu machen, haben ihn aber nur in
der Unmöglichkeit dieser Aufgabe bestärkt, solange radikale Kräfte immer mehr
Einfluss bekommen, daher war sein Schritt zur Konversion für ihn
unausweichlich. In der Politik wird Allam gerne auch von zweifelhaften
rechts-nationalen Parteien benutzt, sie sehen in ihm einen Vorzeige-Muslim. Das
wird ihm sicher nicht gerecht, geht es ihm doch einzig um Freiheit und
Aufklärung, dafür hat er schon seine Heimat Ägypten verlassen. Nun wird sich
zeigen, wie sein Leben und Wirken im christlich-katholischen Italien
weitergeht, wie sich die Politik gegenüber Konvertiten bei so einem prominenten
Neuzugang verändert und ob die Dunkelziffer in diesem Bereich dauerhaft
abnimmt, das wäre wünschenswert und würde Allams Mut und couragiertes Handeln Belohnen.
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