|
Der nachwachsende Rohstoff Hanf ist ein Biorohstoff mit großem Potential. Das Potential wird schon durch den Sachverhalt belegt, dass man sich an den Hanf immer in Zeiten knapper Rohstoffe erinnerte. So wurde während des Dritten Reiches der Anbau mit Hilfe der kleinen Fibel „Die Lustige Hanffibel" propagiert. Darin ist zu lesen „zu solchem Rohstoff, hoch an Wert, auch unser guter Hanf gehört". Während des zweiten Weltkrieges erinnerte sich auch die US-Regierung an den Rohstofflieferant Hanf. Mit Hilfe eines Propagandafilmes „Hemp for Victory" wurden die Landwirte motiviert, sich nach Jahrzehnten wieder mit dem Hanfanbau zu beschäftigen. Auch heute wird der Hanf wieder verstärkt als potentieller Rohstofflieferant betrachtet. Ein Grund hierfür sind ganz sicher die steigenden Rohstoffpreise. Experten prognostizieren nach dem Ansteigen der Preise von Öl, Gold und Co., dass in Kürze auch die Agrarrohstoffe im Preis anziehen werden. Sollte diese Prognose zutreffen, wird natürlich auch der Hanfanbau für die Landwirtschaft noch interessanter werden.  Hanf kann als schnell wachsende Pflanze Zellstoff liefern für die Papierindustrie. Länder wie China betrachten Hanf auch als eine wertvolle Alternative zur Baumwolle. Zudem werden die Fasern verstärkt von der Automobilindustrie nachgefragt. Neben Umweltgesichtspunkten spielen auch technische Argumente dabei eine wichtige Rolle.
Neben den Fasern kann die Hanfpflanze auch Lebensmittel und Vorprodukte für medizinische Anwendungen liefern. Diese vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten machen die Hanfpflanze so interessant für die Landwirtschaft. Die Qualitäten der aus der Hanfpflanze gewonnen Endprodukte machen diese auf der anderen Seite sehr interessant für die Anwender. Zusammen mit dem Szenario steigender Rohstoffpreise ist es nicht schwer dem Hanf eine interessante Zukunft vorauszusagen. Autor: Klaus-Martin Meyer
|