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Das Internet erobert immer mehr Bereiche des alltäglichen Lebens. Diente das Medium zu Beginn seiner Existenz hauptsächlich dem Austausch und der Präsentation von Informationen via E-Mail oder Chat, hat sich das weltumspannende Netz mittlerweile unter anderem zu einem riesigen Warenhaus entwickelt. Online-Shopping heißt das Schlagwort, das speziell junge Männer in seinen Bann zieht und den traditionellen Einkaufsbummel von Geschäft zu Geschäft verdrängt. Bereits 48 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren gaben in einer Studie an, regelmäßig Waren über das Internet zu beziehen. Die Zahl steigt weiter, da eine Generation heranwächst, die mit dem Internet seit frühster Kindheit vertraut ist. In Europa bedeuten diese 48 Prozent einen absoluten Spitzenwert, der am ehesten noch von Schweden (45 Prozent) oder Dänemark (41 Prozent) erreicht wird. Die jungen Deutschen sind demnach zumindest im Bereich des Online-Shoppings Europameister.
Die Waren, die im Netz erstanden werden, sind vielfältig. Speziell Musik oder Sportbekleidung (u.a. Tennisartikel ) liegen jedoch in der Gunst der jungen Käufer an erster Stelle. Gerade das stetig wachsende Angebot unterfüttert den stabilen Aufwärtstrend, der sich in den nächsten Jahren mit Sicherheit weiter verstärken wird. Schon heute verzeichnen die unterschiedlichen Branchen beim privaten Online-Shopping Milliardenumsätze in zweistelliger Höhe. Ein Ende dieser Entwicklung ist aktuell nicht absehbar. Speziell in den osteuropäischen Ländern herrscht im Sektor des virtuellen Shoppens noch Nachholbedarf. In Rumänien etwa gaben nur ein Prozent der Jungendlichen an, regelmäßig Waren im Internet zu bestellen. Bei fortschreitender Verbreitung des Internets dürfte jedoch auch dort das Schattendasein des Online-Shoppings bald der Vergangenheit angehören. Die Zukunft der Märkte liegt im Internet.
Autor: Maik Langenberg,
mlangenberg@gmx.net
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