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Veröffentlicht : September 07, 2010 |
Autor : joma
Kategorie : Natur und Umwelt | Bisher
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: 378
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Die Orchidee lässt sich fast auf jedem Fleckchen Erde entdecken, sogar an einigen Stellen am Polarkreis! Die Orchidee fasziniert seit Jahrhunderten, aber noch vor einigen Jahrzehnten waren sie schwer erschwinglich, mussten sie doch über den Ozean nach Europa eigeschifft werden. Denn am besten gedeihen sie doch in Südamerika und Asien.
Man kann die einheimischen Orchideen in den verschiedensten Biotopen finden, denn sie schaffen es, sich an unterschiedlichste Umgebungen anzupassen. Sie fühlen sich jedoch dort am wohlsten, wo sie nicht mit anderen Pflanzen um die Sonne „kämpfen“ müssen. Viele Orchideenarten lassen sich in Gebieten mit kalkhaltigem Boden finden, wie im Kaiserstuhl oder im bayrischen Wald oder an der Rhön. Es existieren aber auch Arten, die eher Böden mit wenig Kalkgehalt und keinem basischen Grund bevorzugen. Diese Anpassungsfähigkeit ist es ja, die die einheimische Orchidee ausmacht!
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Orchideen, die sich durch ihre Wurzellage unterscheiden. Entweder die Wurzeln liegen frei an der Luft, epiphytische Orchideen, oder sie liegen unter der Erde. Dies kommt meist in den Bergen oder auf Wiesen vor, während die epiphytische Orchideen in den tropischen Gebieten zu finden sind, wo sie auf Bäumen wachsen. So finden sie die optimale Nische zwischen Trockenheit und Nässe, Sonneneinstrahlung und Schatten.
In Deutschland erfreut sich die Orchidee immer größerer Beliebtheit. Verschiedenste Vereine und Gruppen bieten Pflanzenfreuden Gelegenheit, sich über ihre blühenden Schützlinge, der richtigen Pflege, das richtige Schneiden von Orchideen und was bei Krankheiten zu tun ist, auszutauschen. 2010 ist der Frauenschuh Orchidee des Jahres geworden. Diese einheimische Orchidee wächst in lichten Wäldern und mag es kalkhaltig. Solch eine Umgebung findet sich besonders in Ost-Hessen, wo auch andere Orchideenarten auftauchen, wie z.B. der Vogel Nestwurz. Er wird über einen halben Meter groß und ist mit seiner schuhartigen Blühte leicht zu erkennen. Europaweit geht der Bestand mehr und mehr zurück, weshalb besonders diese Gattung der Orchidee geschützt werden muss. Ausgrabungen durch den Menschen machen es dem Frauenschuh schwer, sich zu verbreiten.
John Matts jonas.matthies@gmail.com
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