Der Transport von Gütern und der motorgetriebene Verkehr ist notwendig für die Warenversorgung, jedoch wenig umweltschonend, und wird immer teurer. Das liegt unter anderem daran, dass Kraftstoffe aus fossilen Brennstoffen rar werden und kostspielig sind, und auch daran, dass sie eine ungünstige Klimabilanz aufweisen. Eine Alternative hierzu bietet Biodiesel. Dieser biosynthetische Kraftstoff wird aus Naturpflanzen gewonnen und ist daher nachhaltig vorhanden. Die Produktion von Bioethanol erfolgt aus Raps, Getreide, Zuckerrüben, oder auch aus Mais,
Jatropha Curcas oder Soja. In Europa wird biosynthetischer Diesel überwiegend aus Raps hergestellt. Biodiesel kann rein eingesetzt, jedoch auch mit herkömmlichem Mineralöldiesel gemischt werden. Biokraftstoffe gehören inzwischen zu den etablierten Alternativen, die regelmässig eingesetzt werden. Der OECD stellte fest, dass sich die Kohlendioxidemissionen durch den Einsatz von Biokraftstoffen um drei Prozent senken lassen. Weitere ökologische Vorteile von Biodiesel sind, dass es biologisch leicht abbaubar ist und zudem die Abbaubarkeit von regulärem Diesel fördert. In der Schifffahrt auf Gewässern, die auch als Trinkwasservorrat dienen, eingesetzt, verringert sich bei einer Havarie durch den schnellen Abbau des Bio-Kraftstoffes die Gefahr der Wasserverunreinigung. In Deutschland gibt es als Beitrag zur ökologischen Verbesserung der Umwelt seit einigen Jahren eine Beimischungspflicht: Jedem herkömmlichen Liter Diesel muss ein geringer Prozentsatz an Biodiesel zugemischt werden, damit ein Anteil Kraftstoff aus erneuerbaren Quellen enthalten ist. Eine neue Dieselnorm vom Februar 2009 gestattet inzwischen eine Beimischung von bis zu 7% Biodiesel. Abgesehen von den ökologischen Vorteilen hat Biodiesel - vorausgesetzt es ist frisch - übrigens bessere Schmiereigenschaften im Motor als Mineralöldiesel und kann den Verschleiß von Einspritzpumpen vermindern.