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Unter Finanzkrise versteht man eine größere Verwerfung im
Finanzsystem. Kennzeichnend ist dabei der Rückgang der
Vermögenswerte und der Zahlungsunfähigkeit vieler Unternehmen der
Finanzwirtschaft und auch anderer Branchen. Damit wird die
ökonomische Aktivität in einem oder sogar mehrerer Länder
beeinträchtigt.
Die aktuelle Finanz- und Bankenkrise begann offiziell im
Frühsommer 2007 mit der US-Immobilienkrise. Diese so genannte
Subprimekrise begann im Immobilienbereich in erster Linie mit
Subprime-Krediten. Diese Kredite wurden hauptsächlich Kreditnehmern
gewährt, die geringe Bonität aufwiesen. Also deren Kreditwürdigkeit
als eher schlecht eingestuft wurden. Die Krise äußerte sich in
weltweite Verluste und Insolvenzen der Unternehmen vor allem der
Finanzbranche. Aber seit Ende 2008 mit dem Absturz der weltweiten
Börsencrash auch auf die Realwirtschaft aus. Wesentlich beeinflusst
wurde die Krise durch fallende Immobilienpreise in den USA, die sich
nach einer langen Preissteigerungsphase regelrecht zu einer
Immobilienblase entwickelte. Parallel dazu konnten die
„kreditunwürdigen Kreditnehmer“ ihre Raten nicht mehr bezahlen.
Dies lag teils an den steigenden Zinsen und teilweise an dem
fehlenden Einkommen. Daraufhin wurden die Kredite durch Verbriefung
weiterverkauft. Somit verstreute sich die Finanzkrise auf die ganze
Welt. Die Subprimekrise gilt als Auslöser der Finanzkrise, aber
nicht als Ursache. Die eigentlichen Probleme bahnten sich schon im
Jahre 2007 an und gilt als eigentliches Jahr in dem die Finanzkrise
begann. Am 9.August 2007 stiegen die Aufschläge für
Interbankenkredite im Vergleich zum Zentralbankleitzins sprunghaft
an, vor allem in den USA. Mit der darauf folgenden Insolvenz von
Lehman Brothers, der größte amerikanische Investmentbank mit 28.000
Mitarbeitern, kam der Inerbankenmarkt weltweit zum Erliegen. Um die
Lage auf dem Weltmarkt zu entspannen wurden in den betroffenen
Ländern der Erde Hilfspakete und Konjunkturpakete in Milliardenhöhe
verabschiedet.
Name: Fedor Icheln
Email: kontakt@kredit.de
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