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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : June 04, 2010 | Autor : jona-agd
Kategorie : Sonstiges | Bisher gelesen : 435

  

Was zieht jeder Mensch in der westlichen Welt an, wenn er das Haus verlässt? Richtig: Ein paar Schuhe! Schuhe gibt es heute in allen möglichen Formen, Designs und Farben, aber alle haben zunächst mal einen Zweck gemeinsam: Sie sollen den Fuß des Trägers vor Verletzungen schützen. Diesen Grundgedanken hatten bereits die Menschen vor ca. 40.000 Jahren, als die Menschen begannen Schuhe zu tragen. Dabei begann sich bereits erste unterschiedliche Schuhformen, je nach klimatischen Bedingungen herauszubilden: In den kälteren Klimazonen wickelten sich die Menschen hauptsächlich Tierfelle um die Füße, um diese vor der Kälte zu schützen. Das waren die Vorläufer der uns bekannten Stiefel und Mokassins. In den warmen Gefilden der Welt banden sich die Menschen vor allem Palmenblätter als Schutz unter die Füße – ein erster Vorläufer der Sandale war geboren. Bereits vor 5000 Jahren hatte sich der Bau von Schuhen ausdifferenziert: Unterschiedliche Materialien machte den Schuh bequemer und widerstandsfähiger. Dennoch blieb das Tragen von Schuhen für viele Menschen noch für eine lange Zeit ein echter Luxus. Die meisten Menschen liefen nämlich bis zur Antike barfuß und auch im Mittelalter war das Tragen von Schuhen vor allem bei den armen Teilen der Bevölkerung noch nicht alltäglich. Wichtig wurden neben der Schutzfunktion auch modische Aspekte: Schuhe gaben Auskunft über den Status des Trägers, der Gruppenzugehörigkeit und des Geschlechts. Häufig bestimmten  Regeln und Gesetze, wer welche Schuhe tragen durfte. Wie beschrieben, war selbst im Mittelalter das Tragen von Schuhen für große Teile der Bevölkerung alles andere als Selbstverständlich.  Wenn, dann dominierten einfache Holzschuhe und die sogenannten Bundschuhe, die nicht viel mehr waren, als ein derbes Stück Leder, welches um den Fuß gebunden wurde. Die Wohlhabenderen trugen im Mittelalter Schnabelschuhe, bei denen die Länge des Schnabels über den Stand des Trägers Auskunft gab. Um eine Verschmutzung der Schuhe in den mittelalterlichen Städten zu verhindern schnallten sich die Wohlhabenderen Bewohner sogenannte Trippen aus Holz unter ihre Schuhe. Damit war der Vorläufer der Absätze entstanden. Absätze selbst begannen sich ab dem 17 Jahrhundert in Europa durchzusetzen. Im 19 Jahrhundert begann eine stärkere Differenzierung zwischen unterschiedlichen Modellen. Während sich bei Männern mehr und mehr der Halbschuh durchsetzte, trugen Damen sehr gerne absatzlose Pumps und Stiefeletten. Mit der Industrialisierung veränderte sich auch die Schuhmode:  Die Produktion von Schuhen wurde immer billiger, Modetrends wechseln sich gleich den Jahreszeiten ab. Dies gilt insbesondere für Damenschuhe, während bei Herrenschuhen Klassiker seit knapp 100 Jahren nahezu unverändert hergestellt werden. Ein Schuhtrend der sich seit Mitte des 20 Jahrhunderts unaufhörlich ausbreitet, ist das Tragen von Sportschuhen.  Die sogenannten Sneaker haben sich im Lauf der Jahre weltweit verbreitet und lassen sich aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegdenken.


Jona Agd j.agd@web.de




 

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