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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : January 06, 2008 | Autor : teebeutel
Kategorie : Singles und Freundschaft | Bisher gelesen : 1614

  

Als Mitgift werden Güter bezeichnet, die von der Braut mit in die Ehe gebracht werden.

Allgemein handelt es sich bei der Mitgift um eine kulturell festgelegte Form des Gabentransfers anlässlich einer Heirat. Die Gaben werden vom Vater der Braut an den Vater des Bräutigams übergeben.

Es wird zwischen direkter und indirekter Mitgift unterschieden.

Die direkte Mitgift wird von den Eltern der Braut bezahlt, während die weniger verbreitete indirekte Mitgift von der Familie des Bräutigams finanziert wird.

Die indirekte Mitgift unterscheidet sich von der Brautgabe dadurch, dass die Mitgift dem Ehepaar zugute kommt, während die Brautgabe an die Familie der Braut gezahlt wird und im Grunde das Gegenteil der Mitgift ist. Die Morgengabe dagegen ist eine Gabe des Ehemannes und seiner Familie direkt an die Braut. Sie wurde traditionell am Morgen nach der Hochzeitsnacht gezahlt.

Die Mitgift soll dem Ehepaar einen eigenen Haushalt ermöglichen.

In Kulturen, in denen Töchter vom Erbe ausgeschlossen sind, wird die Mitgift auch als vorgezogenes Erbe angesehen. Die Höhe der Mitgift richtet sich hauptsächlich nach der sozialen Stellung des Bräutigams, wodurch Frauen niederer sozialer Schichten daran gehindert werden können, in höhere Schichten einzuheiraten.

In Indien sorgt die Mitgift immer wieder für Schlagzeilen. Obwohl die Mitgift dort seit 1961 offiziell verboten ist, muss sich die Familie der Braut oft hoch verschulden, um die Ansprüche des Bräutigams zu erfüllen. Gelegentlich kommt es vor, dass die Frau vom Ehemann oder seiner Familie ermordet wird, weil die Mitgift nicht hoch genug war. Ihr Tod wird oft als Haushaltsunfall hingestellt.

Auf www.brautkleider.org gibt es mehr Informationen.




 

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