|
Beim Festgeld ist es
auch wichtig, darauf zu achten: Ändert sich das Einkommen möglicherweise in den
nächsten Jahren? Plane ich eine Familie?
Wie viel kann ich über einen bestimmten Zeitraum monatlich oder
vierteljährlich sparen? Oder möchte ich gar nicht regelmäßig sparen, sondern
einen bestimmten Betrag einmalig anlegen? Dies kann zum Beispiel das
zurückgelegte Geld für Sonderausgaben sein, das man für ein Jahr lang gar nicht
benötigt hat und es deshalb gerne anlegen möchte. Festgeldkonten für
Einmalanlagen gibt es zum Beispiel schon ab 500,- Euro, je höher der angelegte
einmalige Betrag ist, desto höher sind jedoch meist die Zinsen. Dies ist aber nur bis zu einem bestimmten
angelegten Betrag der Fall und variiert von Bank zu Bank. Ab einer fünf- bis
sechsstelligen Summe werden jedoch - im Normalfall - keine höheren Zinsen mehr
gewährt.
Bei manchen Banken ist
es auch so, dass sie die Geldanlage per Festgeld auf einem sogenannten
Bonusgeldkonto ermöglichen. Hierfür bezahlt der Kunde, meist monatlich, einen
bestimmten Betrag auf sein Konto ein. Je länger das Geld auf dem Konto bleibt,
desto mehr Zinsen erhält der Kunde nach einer Art Staffelsystem. Im ersten Jahr
zum Beispiel zu einem Zinssatz von 1,8 %, ab dem dritten Jahr zu einem Zinssatz
von 2,5 % und so weiter Oft gewähren die Banken ab einer regelmäßigen
Einzahlung von mehreren Jahren eine Art Prämie, welche noch zusätzlich zu den
Zinsen ausgezahlt werden. Der Vorteil bei einem Festgeldkonto in der Art eines
Bonuskontos ist, dass man sich bereits vorher genau ausrechnen lassen kann, wie
viel man erhält, wenn man das Geld so
und so lange anlegt. Auf das so genannte Bonusgeldkonto kann man meist wie bei
einem gewöhnlichen Sparbuch bis zu 2.000 Euro monatlich abheben. Dies
verringert jedoch natürlich auch die Höhe der Auszahlung am Ende der Spardauer. Ein Nachteil des Festgeldes als Bonusgeld ist jedoch meist der, dass die
entsprechenden Banken und Kreditinstitute meist im Vorlauf ein eigenes
Girokonto des Kunden als Voraussetzung für die Eröffnung eines solchen
Festgeldkontos auf Bonusgeldbasis verlangen.
Dennoch rechnet sich ein Festgeldkonto dieser Art sehr, wenn man für
eine bestimmte Sonderanschaffung, wie zum Bespiel ein neues Auto spart, das man
sich in einigen Jahren kaufen möchte. Durch das Zurücklegen des Geldes auf dem
Bonuskonto kann man das Geld dafür ansparen und kommt doch immer auch an
Beträge bis zu 2.000 Euro, wenn es irgendwo plötzlich finanziell „brennt“ und
ist nicht erst angewiesen darauf, die Zeitdauer der Kündigung abzuwarten. Und:
Man muss genau deshalb ja nicht das Festgeldkonto kündigen, sondern es bleibt
weiter bestehen und man kann weiter darauf einzahlen.
Winfried Strauss info [at] tagesgeldkonto-24 [dot] de
|