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Veröffentlicht : June 05, 2008 |
Autor : delpa
Kategorie : Finanzen und Wirtschaft | Bisher
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: 2214
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Im Rahmen mancher Existenzgründung wird das Darlehen als eine Möglichkeit der Fremdfinanzierung ausgewählt, ohne vorher zu prüfen, ob dies denn eigentlich die richtige Finanzierungsart ist. Diese Vorgehensweise ist ungünstig, denn in einigen Fällen passt die Fremdfinanzierung nicht zum Vorhaben. Je nach Situation kann die unbesehene Entscheidung für das Darlehen sogar das Ende der Gründungspläne bedeuten. Neben der Fremdfinanzierung kann beispielsweise auch eine Beteiligungsfinanzierung in Frage kommen. Langfristig steht dann selbstverständlich auch die Innenfinanzierung zur Verfügung.
Wer sich nun fragt, wie man eigentlich eine geeignete Finanzierungsart auswählt, der sollte sich einige Fragen stellen und beantworten. Die erste Frage ist die Frage nach dem Einfluss des Kapitalgebers auf das Unternehmen. Während ein Fremdkapitalgeber keine Mitspracherechte hat, kann ein Eigenkapitalgeber bei der Beteiligungsfinanzierung sehr wohl Mitspracherechte haben. Es sollte vorher gut überlegt sein, ob die Beeinflussung durch einen Kapitalgeber erwünscht ist. Informieren Sie sich in jedem Falle, inwieweit ein Eigenkapitalgeber im Rahmen Ihrer Pläne üblicherweise Einfluss nehmen könnte oder würde. Die Regelungen können höchst unterschiedlich sein; in einigen Fällen ist die Beteiligung so gering, dass auch die Mitspracherechte gering sind.
Ein weiteres Kriterium für die Entscheidung über eine geeignete Finanzierungsart ist die Höhe des benötigten Kapitals. Mit anderen Worten: Bevor Sie sich auf eine bestimmte Finanzierungsart festlegen, sollten Sie den Kapitalbedarf ermitteln. Dafür sollte eine dynamische Finanzplanung verwendet werden. Ist dann bekannt, wie hoch der Kapitalbedarf ist, sollte geprüft werden, welche Finanzierungsarten damit überhaupt in Frage kommen. Haben Sie kein Eigenkapital und der Kapitalbedarf geht über 50.000 EUR hinaus, kommen die weit verbreiteten Darlehen der KfW-Mittelstandsbank oder andere unter Umständen nicht in Frage. Hier sollten Sie dann über die Beteiligungsfinanzierung nachdenken.
Weitere Kriterien für die richtige Entscheidung finden sich in der Frage nach den Kapitalkosten, in der Laufzeit der Finanzierung und im Vorhandensein von Sicherheiten. Auch um diese Kriterien möglichst gut zu prüfen, ist eine dynamische Finanzplanung notwendig. Kurz gesagt: In Ihre Finanzplanung im Businessplan gehört in jedem Falle eine Liquiditätsplanung. Nur wer mit Hilfe dieser Planung prüft, wie es letztlich mit der Liquidität es Unternehmens aussieht, kann eine richtige Entscheidung treffen. In der Liquiditätsplanung zeigt sich, wie hoch der Kapitalbedarf ist und wie es mit der nötigen Laufzeit aussieht. Die Laufzeit hängt selbstverständlich davon ab, wie schnell das Unternehmen Umsätze erwirtschaften kann, wie hoch diese Umsätze sind und welche Kosten im Laufe der Zeit anfallen.
Wer sich dann gut vorbereitet hat und realistische Zahlen vorweisen kann, sollte einen Businessplan fertigstellen und damit auf die Suche nach einem Kapitalgeber gehen. Eine gute Geschäftsidee mit gutem Businessplan hat dabei immer auch gute Aussichten; auch das Gründungsteam oder der Gründer sollte natürlich der richtige für die Sache sein. Wer dann überzeugen kann und die richtige Finanzierungsart gefunden hat, kann loslegen und sich auf das eigentliche Geschäft konzentrieren.
Autor: Andrea Delp Kontakt: info(at)amaveo.de
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