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Riester - Rente
Die Situation: Sowohl der demographische Wandel als auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt lassen vermuten, dass die staatliche Rente, die im Jahr 2000 auf einem sehr hohen Niveau war, immer weniger zur Sicherung des Lebensstandards beiträgt. Immer weniger Menschen arbeiten für immer mehr Rentner. So war bereits 2000 klar, das es keiner Generation von Rentnern jemals besser ging oder besser gehen wird, als es bei der aktuellen Generation der Fall ist. Die Konsequenz ist eine größer werdende Versorgungslücke. Dies bedeutet, dass die Differenz zwischen dem, was man zum Leben benötigt (vor allem für einen guten Lebensstandard) und dem, was man dafür aus den Rentenkassen bekommt, immer größer wird. Kurz: In Zukunft werden die Renten immer weniger bei gleichbleibenden Kosten.
Der Lösungsversuch: Die rot-grüne Regierung hat aufgrund dieser zukünftigen Schieflage beschlossen, die Bürger mehr selbstverantwortlich ins Boot zu holen, aber diese Eigenverantwortung auch zu fördern. Aus diesem Vorhaben entstand die Riester-Rente, die in den ersten Jahren ihres Bestehens eher ein Schattendasein führte, nun aber immer mehr Menschen ihre Vorteile erkennen.
Konkret: Menschen mit regelmäßigem Einkommen in einem angestellten Arbeitsverhältnis, also auch Azubis oder Wehrdienstleistende, zahlen einen Teil ihres frei verfügbaren Einkommens (zusätzlich zu den allgemeinen Rentenversicherungen) in den Riester - Fond. Diese Zusatz-Versicherung wird dann vom Staat nochmals mit einem Grundbetrag bezuschusst. Dieser ist prozentual vom Einkommen berechnet, weswegen vor allem mittlere Einkommen profitieren. Besonders gefördert werden auch Ehepaare oder Alleinerziehende, denn es gibt auch einen Kinderzuschlag. Hierfür maßgeblich ist der Bezug des Kindergeldes. Das bedeutet auch, dass man bei älteren Kindern, die bereits ein eigenes Einkommen haben, auf die Grenzen des Kindergeldes achten müssen, da es sonst auch Einfluss auf die Riester-Rente hat.

Zu den genannten Zuschüssen ist auch eine steuerliche Vergünstigung zu nennen, die somit als indirekte Einnahme zu werten ist. Wenn man diese Zuschüsse und Vergünstigungen durchrechnet, erkennt man schnell, dass die Riester-Rente durchaus eine höhere Rendite bringt als herkömmliche langfristige Sparmaßnahmen, wie z.B. Bausparverträge oder Sparbücher. Zudem ist sie deutlich sicherer als Aktien und andere Fonds, die Schwankungen unterlegen sind. Zusammengefasst:Aufgrund des Anbieters (der Staat) können Zuschüsse gezahlt und Vergünstigungen gewährt werden, die die Riester-Rente sehr attraktiv für bestimmte Zielgruppen macht: vor allem Angestellte mit mittleren Einkommen und Kind. Aber auch für andere Angestellte ist eine frühzeitige Absicherung des Alters über die Riester-Rente günstig. Dies sollte mit einem Berater im individuellen Fall berechnet werden.
Quelle:
Dennnis Baumann www.Tarifplus.de
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