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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : April 21, 2007 | Autor : Chefe
Kategorie : Sonstiges | Bisher gelesen : 1327

  

Je mehr wir versuchen, uns vor der Vergänglichkeit abzusichern, umso intensiver empfinden wir die Angst davor. Wenn das ständige Streben nach Sicherheit und Dauerhaftigkeit der größte Drang des Menschen ist, oder diese Art Angst überwertig empfunden wird, sind die Folgen abzusehen. Jede Art von Veränderungen lässt wieder an die Vergänglichkeit erinnern und dieser Mensch wird versuchen, alles beim Alten zu belassen. Um die Folgen der Angst zu vermeiden, versucht er das ihm schon Bekannte oder Vertraute wieder herzustellen. Um die Angst bei Veränderungen zu vermeiden, versucht er dieselben zu bekämpfen, zu verhindern oder aufzuhalten.

Das Leben befindet sich im ständigen Fluss und die Veränderung und der ständige Wandel lassen sich nicht vermeiden, deswegen wird das Problem einem schnell klar. An Prinzipien, Gewohnheiten, Einstellungen und Meinungen wird versucht festzuhalten, oder gar zum ewigen Gesetz zu machen. Gemieden werden neue Erfahrungen, wenn dies nicht geht, werden sie der bestehenden Erfahrung angeglichen oder umgedeutet. Diese Persönlichkeiten verlieren auffallend schnell ihre Objektivität. Bei der Vermeidung von Neuem trifft man schnell auf Vorurteile, die einen dann vor Überraschungen schützen sollen.

Man könnte meinen, dass die Gefahr vor Enttäuschung und Überraschungen jeglicher Art nun geringer sei. Wenn man sich dem Neuen gegenüber nicht offen verhält, tut sich eine ganz neue Gefahr auf. Dadurch werden Entwicklungen aller Art meist gehemmt, gebremst oder oft völlig verhindert, sogar auch die eigene Entwicklung! Diese zwanghaften Personen erkennt man also immer an ihrem überbewerteten Sicherheitsbedürfnis, dass das Grundproblem darstellt. Die größte Angst, ist die Angst vor Vergänglichkeit, Veränderung oder dem Risiko. Sie erinnern an die, die erst, wenn sie schwimmen können, ins Wasser gehen.

Hinter jeder Gewohnheit und jedem Dogma steht also die Angst vor der Vergänglichkeit und der Veränderung, letztlich die Angst vor dem Tod. Wenn sich jemand ihrer Meinung oder ihrem Willen entzieht, können diese zwanghaften Persönlichkeiten nur schwer damit leben. Das diese Menschen in ihrem Leben häufig scheitern ist ein Grund dafür, alles fällt als selbst gelebter Zwang auf sie zurück, was sie zu erzwingen versuchen. Durch diese Zwanghaftigkeit wollen sie nahezu alles bestimmen. Aber diese Zwanghaftigkeit kann man durchaus in den Griff bekommen. Dazu gehört eine intensive Arbeit an sich selbst. Durch Persönlichkeitsveränderung und Persönlichkeitsstärkung können zwanghafte Menschen ein durchaus erfülltes und spontanes Leben führen.

Marc Sachse
guener98 [at] gmx.de




 

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