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Viele junge Menschen entscheiden sich nach der Schule ein
Jahr als Au-Pair zu arbeiten. Die Grundlage für eine solche
Tätigkeit ist die Begeisterung für Kindern, ganz gleich, ob das
Jahr in den USA, Australien, Neuseeland oder Europa abgeleistet wird.
Verantwortungsgefühl, Erfahrung und Geduld im Umgang mit Kindern
sind ebenfalls unabdingliche Charaktereigenschaften, die man für
diesen Job mitbringen sollte. Außerdem muss man sich im Klaren
darüber sein, dass es oftmals nicht ausreicht, Kinder zu mögen –
immerhin sind die Haupttätigkeiten in der Gastfamilie weiträumiger
als nur Kinder zu betreuen. Das bedeutet oftmals mehr, als nur die
ein oder andere Stunde mit den Kinder zu spielen. Die Familie
erwartet von einem Au-pair, dass die Kinder zur Schule gebracht und
abgeholt werden, Essen gekocht und Kleider gewaschen werden. Kinder
können auch mal aufsässig, nervig und nicht immer lieb und brav
sein. Die Aufgabe eines verantwortungsbewussten Au-Pairs ist es dann,
die Ruhe zu bewahren und die Kindern in ihre Schranken zu weisen. Ein
ganz schön anstrengender Job also.
Um ein Jahr als Au-Pair machen zu können, sollte man vorab
Erfahrungen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mitbringen.
Erfahrungen durch privates Babysitting, Praktika in
Kindereinrichtungen oder die Betreuung von Kindern in Ferienlagern
kann als Zugangsvoraussetzung für ein Jahr als Au-pair dienen.
Außerdem sollte man bereits mit der Sprache im Gastland vertraut
sein und über einen Basiswortschatz verfügen, um
Alltagskonversationen führen zu können. Zudem sollte man viel
Achtung, Toleranz und Anpassungsfähigkeit mitbringen, um sich voll
und ganz in der Familie integrieren zu können.
Das Verbringen eines Jahres als Au-Pair in Amerika ist oftmals der
Klassiker unter allen Anstellungen in diesem Bereich. Hier gibt es
sehr viele Organisationen, die junge Menschen in die USA vermitteln.
Hier gibt es die Möglichkeit in nahezu allen Staaten eingesetzt zu
werden und lokale Betreuer sorgen für einen reibungslosen Ablauf der
Auslandserfahrung. Da man neben dem Arbeiten in der Familie auch die
Möglichkeit hat, die Schule zu besuchen, zahlen die Gasteltern
oftmals einen großen Teil des Studiengeldes, sowie ein wöchentliches
Taschengeld. Außerdem wird ein bezahlter Urlaub von ca. zwei Wochen
gewährt.
Wer sich dazu entschließt ins Ausland zu gehen, sollte sich im
Vornherein gründlich informieren und alle Organisationen, die ein
solches Jahr anbieten ausführlich untereinander zu vergleichen, um
den Bestmöglichen Anbieter für die persönlichen Belange zu finden.
Oftmals ist es ratsam sich mit anderen Au-pairs auszutauschen, um
Erfahrungsberichte zu erhalten. So steht einem perfekten Jahr in
einem fremden Land nichts mehr im Wege.
Helena Schmidt helena.schmidt@webmail.de
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