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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : June 15, 2007 | Autor : Hermes
Kategorie : Essen und Trinken | Bisher gelesen : 1355

  
Die portugiesische Prinzessin Katharina von Braganza brachte anlässlich ihrer Hochzeit mit Charles II im Jahre 1662 vier Pfund Tee als Geschenk mit. Sie machte das Teetrinken in Adelskreisen populär und schuf somit die englische Tea Time. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wurde der Tee in England immer beliebter. Wurden im Jahre 1670 nur 32 Kilo importiert, so waren es 1711 bereits 1200 Tonnen. Doch die Engländer waren auf den Handel mit China angewiesen, da es bei Todesstrafe untersagt war, Teepflanzen zu exportieren.

Die Chinesen hatten den Handel allerdings strengen Regeln unterworfen. Nur in der Hafenstadt Kanton durften europäische Schiffe anlegen und Tee wurde nur gegen Silber eingetauscht. Dadurch gingen den Engländern wichtige Devisen verloren und sie suchten nach Wegen, von China unabhängig zu werden. Heimlich gelang es ihnen im 19. Jahrhundert unter der Herrschaft Queen Victorias, Teeplanzen zu exportieren und in ihren Kolonien in Indien anzupflanzen. Damit begann der Siegeszug der schwarzen Tees, die sich langsam in Europa verbreiteten.

Earl Grey, der feine englische Tee

Als Inbegriff feiner englischer Tees gilt der Earl Grey. Er geht auf ein altes chinesisches Rezept zurück. Dabei wird dem Tee das ätherische Öl der Bergamotte, einer Zitruspflanze, zugegeben. Der zweite Earl of Grey, der von 1806 bis 1815 Außenminister Großbritanniens war, brachte dieses Rezept aus China mit und schenkte es einem englischen Teehändler, der es nach ihm benannte. Ursprünglich wurden für die Herstellung von Earl Grey nur chinesische Tees verwendet. Doch nachdem es den Briten gelungen war, Tee in ihren eigenen Kolonien in Indien anzupflanzen, nutzten sie ihre eigenen Sorten vor allem Darjeeling, da er von Natur aus ein sehr feines, blumiges Aroma hat.


Autor: Stefan Ansgar Böttcher, sab[ät]keepwebsimple.de




 

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