Die erste
Billigfluggesellschaft der Welt wurde im Jahr 1971 in Amerika gegründet.
Southwest Airlines basierte von Anfang an auf dem Konzept, ausschließlich billige Flugtickets anzubieten. Auch in Europa wurde 1977 der Versuch unternommen ein solches Modell umzusetzen. Die britische Fluggesellschaft
Laker Airways, die bereits 1966 gegründet wurde, aber erst seit der veränderten Marktposition 1977 als Billigfluggesellschaft bezeichnet werden kann, gilt als die erste Billigairline Europas. Dieser frühe
Billigfluganbieter verkaufte im Gegensatz zu anderen Unternehmen seiner Art auch interkontinentale Flüge zu niedrigen Preisen. Doch schien das aus Amerika übernommene Konzept vorerst nicht rentabel gewesen zu sein, denn 1982 stellt
Laker Airways den Flugbetrieb wegen Insolvenz bereits wieder ein. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair, versuchte sich 1985 ebenfalls mit der Marktstrategie der Billigflüge. Sie hatte mehr Erfolg und wächst seit ihrer Gründung kontinuierlich an. Mit Gewinnen von etwa 300 Millionen Euro jährlich und ca. 35 Millionen beförderten Passagieren pro Jahr, ist sie inzwischen nach dem Pionier auf diesem Gebiet
Southwest Airlines die weltweit zweitgrößte Billigfluglinie. Zehn Jahre nach der Inbetriebnahme von
Ryanair wurde eine weitere europäische, heute noch sehr erfolgreiche Billigfluggesellschaft gegründet:
Easyjet. Diese nahm den Flugbetrieb ab London auf. In Deutschland boomen die Billigflüge spätestens seit
Ryanair mit Frankfurt-Hahn einen Basis-Flughafen einweihte und zwei deutsche Billigfluganbieter 2002 gegründet wurden. Die deutschen Unternehmen
Germanwings und
Hapag-Lloyd Express starten vom Flughafen Köln-Bonn und schließen sich dem Erfolg ihrer irischen und britischen Vorgänger an. Man kann sogar davon ausgehen, dass im Durchschnitt jeder fünfte Flug in Deutschland aus, bei einer Billigairline gebucht wurde.