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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : May 29, 2007 | Autor : Hermes
Kategorie : Essen und Trinken | Bisher gelesen : 1411

  
Das Kaffeeaufbrühen war in der Vergangenheit eine langwierige Angelegenheit, da das heiße Wasser per Hand in einen Filter gegossen wurde, in dem das Pulver war. Dann dauerte es geraume Zeit, bis das Wasser durch gelaufen war und der Kaffee serviert werden konnte. Besonders die Kaffeehäuser waren daher daran interessiert, diesen Vorgang zu beschleunigen. Auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1855 wurden dann die ersten Prototypen einer Espressomaschine vorgestellt. Es waren noch große unförmige Kolosse aus Kupfer und Messing, die Wasserdampf erzeugten, der dann mit Druck das Wasser durch den Kaffee drückte – das Prinzip des Espressos war erfunden.

Doch erst im Jahr 1901 wurden die ersten Espressomaschinen industriell im großen Rahmen hergestellt. Der Italiener Luigi Bezzera ließ eine Maschine patentieren, die aus „vier Gruppen" und einem Boiler bestand. In jede Gruppe passte ein Filter unterschiedlicher Größe für das Kaffeepulver, durch den dann mit Druck Wasser gepresst wurde. Doch es bedurfte noch einiger Geschicklichkeit, den Druck über verschiedene Ventile richtig zu dosieren. Um zu verhindern, dass der Espresso bei der Herstellung verbrennt, wurde im Jahr 1935 von Francesco Illy das Modell „Illetta" konstruiert. Bei dieser Espressomaschine wurde der Druck nicht mit Wasserdampf erzeugt, sondern mit Druckluft. Dadurch konnten Wärme- und Druckquelle voneinander getrennt werden und es waren nicht mehr so hoher Temperaturen zur Herstellung notwendig.

1961 wurde dann eine elektronisch betriebene Rotationspumpe zugefügt, mit der das Wasser kalt komprimiert und in einem Wärmetauscher erwärmt wurde. Auf diesem Prinzip beruhen auch heute noch die meisten Espressomaschienen für den Hausgebrauch und in der Gastronomie. Doch die beste Maschine nutzt nichts ohne die weiteren Komponenten, die für die Herstellung eines guten Espressos von Wichtigkeit sind: das richtige Pulver und der Mensch. Das Pulver sollte feiner gemahlen sein als das Pulver für einen Filterkaffe, am besten frisch vor dem Gebrauch. Der Mensch, der den Espresso herstellt, sollte wissen, worauf es ankommt und es beherzigen.

Stefan Ansgar Böttcher, sab [ät] keepwebsimple.de




 

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