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Die Wirtschaftszahlen zeigen zur Zeit positive Tendenzen auf. Die Arbeitslosenzahlen sinken. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Bürger Arbeitslosengeld II beziehen oder in nebenberuflichenTätigkeiten als Geringverdiener beschäftigt sind. So überlegen einige, ob nicht der Weg in die Selbständigkeit ein geeigneter Weg ist, die finanzielle und soziale Lage zu verbessern. Auch die Agentur für Arbeit hält dies für ein probates Mittel, sie bietet die Möglichkeiten mit Übergangsgeldern diesen Schritt zu unterstützen. So wurde vor geraumer Zeit die so genannte „Ich-AG" ins Leben gerufen. Sie soll den Arbeitslosen die Chance bieten, sich selbst mit ihren Fähigkeiten als selbständige Unternehmen zukünftig zu handeln und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auf den ersten Blick eine viel versprechende Chance, die auch von immer mehr Arbeitslosen versucht wird, wahrzunehmen. Schnell ist eine Idee geboren und die Existenzgründung kann in Angriff genommen werden. Nur wird dabei oft genug vergessen, dass eine berufliche Selbstständigkeit mit vielen Faktoren verbunden ist, an die man als Angestellter oder Arbeiter nicht zu denken braucht. Somit ist es unerlässlich entsprechende Existenzgründerzentren aufzusuchen und sich kundig zu machen. Businesspläne, Markteinschätzung, Leistungskataloge, Versicherungsgestaltung, steuerliche Aspekte sind nur einige Kriterien die zu erarbeiten sind. Außerdem muss das zukünftige Gewerbe so viel erwirtschaften, dass nicht nur die geschäftlichen Kosten gedeckt sind, sondern auch die privaten Bedürfnisse befriedigt werden können. Auch wenn nun alle vorgenannten Vorraussetzungen geschaffen wurden und die Agentur für Arbeit ebenfalls mitspielen sollte, bleibt immer noch die Frage, woher die Anschubfinanzierung bekommen? Die Übergangsgelder reichen in der Regel nicht aus. Natürlich gibt es Fördermittel des Bundes, des Landes und der Europäischen Gemeinschaft, aber letztlich ist es eine Notwendigkeit, eine Bank zu finden, die die neue Geschäftsidee mitträgt. Denn alle Fördermittel, auch wenn die Banken nicht dafür haften müssen, können nur von einer Sparkasse oder Bank an die entsprechenden Stellen durchgeleitet werden. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn die deutschen Kreditinstitute interessieren keine Fördermittel, sondern nur die Vergabe eigener Kredite. Um diese wiederum zu bekommen benötigt man soviel Sicherheiten und Rücklagen, dass das ganze Unterfangen der Selbstständigkeit in vielen Fällen schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt ist. Die Politiker sind gefragt an dieser Stelle geeignete Abläufe, wie zum Beispiel die Abwicklung der Fördermittel über eigene Banken, z.B. Deutsche Ausgleichsbank, direkt abwickeln zu lassen. Martin Martius info@m-abc.de
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