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Je nach
Produktionsart variieren Fliesen in ihren Eigenschaften. Eines dieser
Merkmale, in denen sich die verschiedenen Fliesenarten voneinander
unterscheiden, ist die Aufnahmefähigkeit von Wasser. Diese wird
entweder in Milligramm oder in Prozent gemessen. Der Wert in
Milligramm wird als WB1 bezeichnet, während der Wert in Prozent als
WB2 bezeichnet wird. Gemessen wird, wie viel Wasser sich nach dem
Trocknen noch im Inneren der Fliesen befindet. Fliesen aus Steinzeug
oder Keramik haben beispielsweise eine höhere
Wasseraufnahmefähigkeit als Feinsteinzeugfliesen.
Feinsteinzeugfliesen
werden bei ihrer Herstellung in einem Brennofen gebrannt, in dem
Temperaturen bis zu 1300°C erreicht werden. Durch ihre geringe
Wasseraufnahmefähigkeit sind Fliesen auf Feinsteinzeug äußert
robust, und somit nicht nur für den Innen-, sondern auch optimal für
den Außenbereich geeignet.
Sie
werden zum Beispiel oft in Räumen verlegt, die mit einem Kamin,
einer Fußbodenheizung, einem Holzofen oder einer Infrarotheizung beheizt werden. Im
Gegensatz zu anderen Fliesenarten kann die große Hitzeeinstrahlung
den Feinsteinzeugfliesen nichts anhaben.
Feinsteinzeugfliesen
werden aufgrund ihrer großen Resistenz gegen äußere Einflüsse
auch häufig in medizinischen Umfeldern oder in chemischen Labors
eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Fliesen halten sie nämlich nicht
nur extremen Temperaturen oder Feuchtigkeit stand, sondern sind auch
resistent gegenüber aggressiven Säuren und Basen.
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