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Speziell Aktienfonds verzeichneten in den letzten Jahren rekordverdächtige Mittelzuflüsse. Das Interesse der Anleger ist in Anbetracht der derzeitigen Hausse an den Finanzmärkten grundsätzlich nicht weiter verwunderlich. Dennoch sticht der Zusammenhang zum Wegfall der steuerlichen Privilegien der Renten- und Lebensversicherungen ins Auge. Anleger entdecken das Fondssparen als interessante, rentable und flexible Alternative zur klassischen Versicherungslösung für ihre private Altersvorsorge. Investmentfonds eignen sich im besonderen Maße für langfristig orientierten Vermögensaufbau, so auch für die Altersvorsorge. Ein Grund hierfür sind die attraktiven Renditen, deutsche Aktienfonds konnten beispielsweise durchschnittlich mehr als 7 % jährliche Rendite in den letzten beiden Dekaden erzielen. Das eingängige Hauptargument der Makler und Kapitalanlagegesellschaften sollte jedoch mit Vorsicht genossen werden. So ist die Hausse seit 1987 mit einer außergewöhnlich starken Dynamik eher eine Ausnahmeentwicklung an den Finanzmärkten. Wesentlich wichtigere Argumente sind die Kosten einer Geldanlage in Investmentfonds und die enorme Flexibilität dieser Form des Vermögensaufbaus. So fallen im Gegensatz zu einer Versicherung lediglich Ausgabeaufschläge, Depotgebühren und die fondstypischen Verwaltungskosten an. Zahlreiche Fondsdiscounter erlassen dem interessierten Anleger sogar die Ausgabeaufschläge. Geringere Kosten bedeuten zwangsläufig höhere Renditechancen. Das angesparte Kapital erwirtschaftet so von Beginn an Zinsen und Zinseszinsen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber den allmählich ansteigenden Rückkaufswerten einer Versicherung. Diese entsprechen erst bei Laufzeitende dem garantierten Betrag, eine vorzeitige Veräußerung einer Kapitalversicherung geht fast immer mit Verlusten für den Sparer einher. Fondssparpläne sind deutlich flexibler, die erworbenen Anteile können jederzeit verkauft oder getauscht werden. Nach derzeitigem Stand sind Gewinne aus Geldanlagen in Investmentfonds bei einer Haltezeit von mehr als 12 Monaten sogar steuerfrei.
Ein Fondssparplan kann zu jeder Zeit an die Bedürfnisse des Anlegers angepasst werden. Die Höhe der monatlichen oder vierteljährlichen Beiträge ist flexibel, genauso die Auswahl der jeweiligen Produkte. Sparpläne können in Zeiten mit geringen zur Verfügung stehenden Mitteln bereits ab 25 Euro bespart werden. Einmalanlagen sind in der Regel ab 500 Euro und zu jeder Zeit möglich. Das Fondssparen ist auch aus dem Gesichtspunkt Wertentwicklungsrisiko deutlich besser als fondsgebundene Kapitalversicherungen. Während in letzteren zumeist nur ein oder zwei Fonds bespart werden, steht dem Anleger bei der Altersvorsorge mit Fondssparplänen die gesamte Produktpalette aus Aktien-, Renten- und Immobilienfonds offen.
Torsten Breitag info [at] stichwort-finanzen.de
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