Veröffentlicht : December 12, 2010 |
Autor : Fotografie Kategorie : Freizeit und Hobby | Bisher
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Ein so genannter Redscale ist eigentlich nichts anderes
als ein normaler Farbfilm, nur dass die „Schichtseite“ hierbei nicht zum
Objektiv zeigt, sondern dass der Film „von hinten hindurch“ belichtet
wird. Wozu sollte man so etwas machen bzw. wie sehen die so
aufgenommenen Fotos aus? Im Prinzip macht dieser Redscale-Film eigentlich nur bei der so
genannten „Lomografie“ Sinn, innerhalb derer man ohnehin bewusst auf „fehlerhafte“
Bilder aus ist: hier weisen die Fotos dann einen erhöhten Rot- und Orangeanteil
auf, Grün und vor allem Blau wird so gut wie nicht mehr abgebildet.
Es gibt bereits solche speziellen Filme zu kaufen, man kann
sich einen solchen aber auch relativ einfach aus einem ganz normalen Farbfilm
selbst herstellen! Hierzu benötigt man allerdings zusätzlich noch eine leere
Filmpatrone, aus welcher noch ein kleines Stückchen Film herausragt. An genau diesem
Stück wird mit etwas Klebefilm der Anfang vom neuen Film befestigt (die
schmalere Lasche muss vorher abgeschnitten werden) und zwar genau anders herum
- also matte Schicht auf glänzende. Nun muss das so anders herum gedrehte
Filmmaterial aus der neuen Patrone heraus in die alte (mit der Filmlasche) gespult
werden. Dies funktioniert allerdings nur in einem absolut dunklen Raum – im Keller
oder zur Not im Kleiderschrank. Es darf ja kein Licht auf den Film fallen. Hat
man ihn (eben verkehrt herum) in die erste Patrone gespult, kann man die
eigentliche (wieder bei Licht) abschneiden. Eventuell lässt man auch hier noch ein
Stückchen Film herausragen. So kann man diese Patrone dann für den nächsten
Redscale-Film benutzen.
Nur immer rote Bilder zu machen wird aber sicherlich schnell
langweilig. Das wirklich interessante an einem solchen Film ist nämlich, dass
man durch bewusste Überbelichtung eine äußerst
warme Farbwiedergabe erhält bei gleichzeitigem zaghaften Abbilden von Grün und
Blau. Teilweise erinnern solche Fotos dann an alte Polaroids. Dies sollte
durchaus einmal ausprobiert werden. Man kann einen solchen Film nämlich durchaus
mit der vierfachen Lichtmenge (zwei Blenden bzw. ASA-Schritte weniger
einstellen) überbelichten.