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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : December 12, 2010 | Autor : Fotografie
Kategorie : Freizeit und Hobby | Bisher gelesen : 625

  
ein typisches RedscalebildEin so genannter Redscale ist eigentlich nichts anderes als ein normaler Farbfilm, nur dass die „Schichtseite“ hierbei nicht zum Objektiv zeigt, sondern dass der Film „von hinten hindurch“ belichtet wird. Wozu sollte man so etwas machen bzw. wie sehen die so aufgenommenen Fotos aus?
Im Prinzip macht dieser Redscale-Film eigentlich nur bei der so genannten „Lomografie“ Sinn, innerhalb derer man ohnehin bewusst auf „fehlerhafte“ Bilder aus ist: hier weisen die Fotos dann einen erhöhten Rot- und Orangeanteil auf, Grün und vor allem Blau wird so gut wie nicht mehr abgebildet.

Es gibt bereits solche speziellen Filme zu kaufen, man kann sich einen solchen aber auch relativ einfach aus einem ganz normalen Farbfilm selbst herstellen! Hierzu benötigt man allerdings zusätzlich noch eine leere Filmpatrone, aus welcher noch ein kleines Stückchen Film herausragt. An genau diesem Stück wird mit etwas Klebefilm der Anfang vom neuen Film befestigt (die schmalere Lasche muss vorher abgeschnitten werden) und zwar genau anders herum - also matte Schicht auf glänzende. Nun muss das so anders herum gedrehte Filmmaterial aus der neuen Patrone heraus in die alte (mit der Filmlasche) gespult werden. Dies funktioniert allerdings nur in einem absolut dunklen Raum – im Keller oder zur Not im Kleiderschrank. Es darf ja kein Licht auf den Film fallen. Hat man ihn (eben verkehrt herum) in die erste Patrone gespult, kann man die eigentliche (wieder bei Licht) abschneiden. Eventuell lässt man auch hier noch ein Stückchen Film herausragen. So kann man diese Patrone dann für den nächsten Redscale-Film benutzen.

Nur immer rote Bilder zu machen wird aber sicherlich schnell langweilig. Das wirklich interessante an einem solchen Film ist nämlich, dass man durch bewusste Überbelichtung eine äußerst warme Farbwiedergabe erhält bei gleichzeitigem zaghaften Abbilden von Grün und Blau. Teilweise erinnern solche Fotos dann an alte Polaroids. Dies sollte durchaus einmal ausprobiert werden. Man kann einen solchen Film nämlich durchaus mit der vierfachen Lichtmenge (zwei Blenden bzw. ASA-Schritte weniger einstellen) überbelichten.


Robert Graefe / r.graefe@freenet.de




 

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