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Auf den Spuren des Erfolgs von Ruby on Rails sind auch für PHP-Programmierer Bibliotheken entstanden, die die immer wiederkehrenden Aufgaben bei der Entwicklung von Webanwendungen vereinfachen und verallgemeinern: PHP-Frameworks. Ein Framework ist – allgemein gesprochen – eine koordiniert entwickelte Sammlung von Unterprogrammen und Funktionen, die eine abstrahierende Schicht zwischen der eine Anforderung abdeckende (Web-)Anwendung und der darunter arbeitenden Technik bilden. Diese technische Basis wären etwa Datenbanken, die Unterstützung von mehrsprachigen Webanwendungen, Methoden zur Benutzerauthentifizierung, Validierung von Formulardaten und andere, immer wiederkehrende Grundbausteine eines interaktiven Programms. Anders als im Ruby-Markt steht der PHP-Programmierer vor der Qual der Wahl aus einer mittlerweile recht unüberschaubaren Auswahl von Frameworks in unterschiedlichen Reifegraden. Der PHP-Hersteller Zend tritt mit dem Zend-Framework in den Ring. Volle objektorientierte Entwicklungsprinzipien treffen hier auf ein sehr breit angelegtes Gerüst, das naturgemäß von der großen Erfahrung der Programmierer in PHP aus erster Hand profitiert. CakePHP ist ein produktiv einsetzbares und populäres Framework, das seine Philosophie in intensiver Anlehnung an Ruby on Rails findet. Wie bei Rails gilt das Prinzip "Konvention ersetzt Konfiguration". Aus einer existierenden Datenbankstruktur erzeugt CakePHP automatisch das Rohgerüst einer Webapplikation, die Daten lesen, schreiben, ändern und löschen kann. Wie für fast alle in der Informationtechnologie haben sich dafür Abkürzungen eingebürgert: CRUD (create, retrieve, update, delete) und DRY (don't repeat yourself). Das Symfony Framework hat einen mit CakePHP vergleichbaren Anwendungshorizont. Die Beschränkung der Lauffähigkeit auf PHP 5 schließt Symfony aber als Kandidat für Projekte aus, die auf Webspace mit PHP 4 laufen müssen. Nicht wenige Anbieter von billigem Webhosting haben ihre Server noch mit PHP 4 laufen. MODxCMS hat seine Ursprünge in einem Content Management System, das bereits vor dem Hype um Frameworks existierte. Ein Redesign des Kern-Codes trennt in jüngeren Ausgaben CMS-Ansprüche von allgemein nutzbaren Fähigkeiten, so dass MODxCMS gleichzeitig Framework und produktiv nutzbare Beispielanwendung in einem ist. Robert Wetzlmayr list@wetzlmayr.at
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