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Nicht jeder ist mit seinem Gedächtnis zufrieden. Manchem fällt es leicht, sich Gesichter einzuprägen, andere können sich leichter Namen merken. Schwierig ist die Situation für Schüler. Es gibt Tag für Tag neuen Stoff. Wie lässt sich dies alles merken?
Die Mnemotechnik
Das Wort Mnemo kommt auch aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Erinnerung. Bekannt sind solche Eselsbrücken wie „Wer nämlich mit 'h' schreibt, ist dämlich." oder aus der Geschichte: „333 - Issos Keilerei.", was an eine große Schlacht Alexanders des Großen gegen die Perser erinnert. Modernere Formen der Mnemotechnik benutzen Gedächtniskünstler, Menschen, denen man zum Beispiel 100 Zahlen vorsagt, und diese können sie dann fehlerfrei wiederholen. Es gibt verschiedene Formen der Mnemotechnik. Bei einer weit verbreiteten Form, dem Zahl-Symbol-System, werden Zahlen mit Bildern verknüpft. Die Zahl eins wird mit einem Turm kombiniert, weil ein Turm ähnlich der Zahl 1 ausschaut. Die 2 ähnelt einem Schwan, die 3 lässt sich mit einem Dreizack, wie ihn der Meeresgott Poseidon hatte, kombinieren. So geht dies Zahl für Zahl weiter. Genaueres findet sich in den Büchern von Roland Geisselhart. Angenommen ich hätte mir drei Dinge zu merken, zum Beispiel drei Nahrungsmittel, die ich einkaufen soll: Tomaten, Butter und Käse. Ich verbinde nun Tomaten mit dem Bild eines Turms (So könnte ich mir einen Turm, der aus Tomaten gebaut ist, vorstellen.), Butter verbinde ich mit 'Schwan' (Ein Schwan schwimmt in Sahne, bewegt heftig seine Flügel, so dass Butter entsteht.) und Käse verbinde ich mit dem 'Dreizack' (Ich sehe eine Dreizack, auf dessen Zacken Käse aufgespießt ist.). Diese von mir gebildeten Vorstellungen sind nun meine Eselsbrücken, mit denen es möglich ist, mir alles leichter zu merken. Selbstverständlich wird diese Mnemotechnik richtig interessant, wenn es um mehr als nur drei Begriffe geht, die man sich merken soll. Sehr schön für den Schulgebrauch ist die Mnemotechnik in dem Buch: „Lern- und Konzentrationstraining im 5. und 6. Schuljahr" von Uta Stücke beschrieben.
WinKonz - Gedächtnistraining am PC
Eher traditionell lässt sich das Gedächtnis mit Hilfe des Computerprogramms WinKonz trainieren. Dieses Programm ist besonders für den Schulbereich geeignet, weil das Trainingsmaterial aus Zahlen und Buchstaben besteht. In der Trainingseinheit 'Merken', das in WinKonz enthalten ist, werden Zeichen (Buchstaben und / oder Zahlen) kurz gezeigt. Diese muss man sich merken. Merkt man sich die Zeichenfolge richtig, wird sie länger, so dass die Anforderungen steigen. Macht man einen Fehler, verkürzt sich die Zeichenfolge. Dies bedeutet letztendlich, man trainiert immer auf seinem optimalen Niveau. Das Programm ist dabei nach lerntheoretische Grundsätzen aufgebaut. Bei richtigen Antworten gibt es eine unmittelbare Rückmeldung in Form eines 'Richtig' und eines Tones, falsche Antworten werden ignoriert, was gerade unbewusst das Lernen und das Gedächtnis fördert. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis, welches eine wichtige Voraussetzung für das Langzeitgedächtnis ist, lässt sich mit WinKonz trainieren und fördern. Autor: Ernst Hartmann winkonz(ät)arcor(Punkt)de
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