Veröffentlicht : July 30, 2010 |
Autor : Pezarzky Kategorie : Essen und Trinken | Bisher
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Unter dem Begriff Genmais versteht man einen gentechnisch veränderten Mais. Hierzu werden Gene aus anderen Organismen in das Mais-Genom gepflanzt, dadurch wird die Bekämpfung von Schädlingen besser gemacht. Durch die Veränderung der Gene produziert das Gemüse einen Giftstoff, welcher die Larven der für den Mais gefährlichen Schädlinge, den Maiswurzelbohrer sowie den Maiszünsler, zerstört. Ein Ziel ist es unter anderem, die Qualität vom Mais zu erhöhen.
Diesen positiven Aspekten stehen aber auch einige schlechte gegenüber. Das genmanipulierte Gemüse verbreitet seine Samen durch Insekten und Wind in der weiteren Umgebung, die Gefahr einer Vermischung von natürlichem und verändertem Mais ist sehr hoch. Des weiteren besteht die Gefahr, das nicht nur die Larven von Ungezieger vernichtet, sondern auch weitere Insekten sterben werden. Dadurch könnte im schlimmsten Fall die Nahrungskette der restlichen Umwelt betroffen sein, ein Ungleichgewicht kann hier entstehen.
Die Vor- und Nachteile des Genmaises halten sich laut vielen Bioinfos im Gleichgewicht, deswegen wird es auch weiterhin Diskussionen von Befürwortern und Gegnern geben.
In Deutschland gibt es seit mehr als 10 Jahren heftigste Streitigkeiten über die Zulassung des GenMaises Mon810, von 1998 bis 2007 war der kommerzielle Anbau von der EU genehmigt, nach dem die Zulassung auslief wurde das Saatgut bis zu einer neuen Entscheidung weiterverkauft. Nach neuen, wissenschaftlichen Studien, welche belegen das Genmais schädlich für die Umwelt ist, wurde MON810 im September 2009 von der Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner verboten. Dies wird allerdings nicht das letzte Wort sein, und die Diskussion um den Genmais wird uns noch sehr lange beschäftigen.