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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : October 01, 2007 | Autor : Sebastian
Kategorie : Essen und Trinken | Bisher gelesen : 1219

  

Fast alle Leute denken heute bei dem Wort „Bar“ automatisch an shakende Barkeeper, Swinging Music, schöne Gäste rund um die Theke und an Filme wie „Cocktail“. Dabei ist die Bar viel mehr. Bereits in der Mitte des vorigen Jahrhunderts entstand in den USA der Begriff „Bar“ als neue Form der Bewirtung von Gästen und Raum für Kommunikation. Ursprünglich als Treffpunkt der Siedler, war sie – wie hierzulande heute noch manche Gasstätten am Land – Gemischtwarenhändler und Ausschank zugleich. Durch die Theke oder auch Tresen genannt – die gewollte Barriere zwischen Gast und Wirt – entstand allmählich der Begriff „Bar“. Mit Entwicklung der großen Städte Amerikas begann die Blütezeit der American Bars. Angesiedelt in den mondänen Hotels wurden Bars um die Jahrhundertwende auch in Europa zunehmend zum Inbegriff luxuriöser Zwischenstops auf Reisen in Paris oder London. In üppigen Salons servierte diskretes Hotelpersonal neuartige exotische Drinks. Einbrüche brachten die beiden Weltkriege vor allem im deutschsprachigen Raum. Erst Mitte der 50er Jahre etablierte sich auch hierzulande eine zaghafte Barkultur, die in Deutschland ab den 70er Jahren den endgültigen Durchbruch schaffte. Neben den Hotelbars, den Bars in Tanzlokalen und Diskotheken hielt die American Bar Einzug. Im Gegensatz zu England, wo nach wie vor Pubs vorherrschten, Italien mit seinen Espresso-Bars und Frankreich mit seinen heißgeliebten Bistros, existiert bei uns mittlerweile eine gutentwickelte und gerade in den letzten Jahren stetig expandierende Barkultur neben der klassischen Gastronomie. Zunehmende Freizeit, gestiegener Freizeitwert und neue Trends in der Tourismuswirtschaft lassen die Barkultur blühen und gedeihen. Schlagworte wie Erlebnisgastronomie sind mittlerweile in aller Munde und gute Konzepte Garanten für erfolgreiche Entwicklung alternativer Gastronomieformen. Endlich genießen auch hierzulande Bars – vor zwanzig Jahren noch Geheimtipps und rare Ausnahmen – bei guter Führung dasselbe Renommee wie Spitzenrestaurants. Obwohl wir bislang meist nur den Begriff „Bar“ erwähnen, unterscheidet man zwischen verschiedenen Systemen. Dabei gilt, zur Bar wird noch kein Café mit ein paar bunten Flaschen im Regal, Cocktailspießen am Tresen und ausgefallenen Gläsern. Der klassische Barbetrieb spielt sich ausschließlich in American Bars, der Hotel-, der Restaurant-Bar und teilweise in gut geführten Hotel-Nightclub-Bars ab.

 





 

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