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Die Kleinstadt Ehingen an der Donau hat ungefähr 20.000
Einwohner und liegt am Rand der schwäbischen Alb, ungefähr eine halbe Stunde westlich
von Ulm. Die ersten Menschen lebten bereits in der Jungsteinzeit im Gebiet des heutigen
Ehingen. Vor allem durch die Grabungen am
so genannten „Hohlen Felsen“ bei Schelklingen ist dies recht gut dokumentiert.
Zur Zeit der Römer war die Stadt bereits ein wichtiger Posten auf der damaligen
Heerstrasse. Ein ganzes Weilchen später siedelten die Alemannen in diesem Gebiet. Gegründet wurde Ehingen an
sich durch die Sippe der Grafen von Berg. Das Wappen der Stadt Ehingen geht auf
diesen Umstand zurück. Es zeigt vor einem gestreiften Hintergrund einen Hügel,
der die „Berger“ symbolisiert. Als die Grafen von Berg keinen Erbfolger mehr
hatten, kam Ehingen zu Österreich. Vor die beiden großen Feuerbrünste von 1688 und
1749 waren einschneidende Ereignisse in der Stadtgeschichte. 1805 kam die Stadt
im Rahmen der Verträge des Habsburger Friedens zu Frankreich. Das so bezeichnete
„Jahr ohne Sommer“ brachte 1816 auch in Ehingen große Ernteausfälle. Dieses
Jahr war bis zum heutigen Tage das kälteste Jahr seitdem Temperaturaufzeichnungen
vorgenommen werden. Als Verursacher sehen die Wissenschaftler gesteigerte
vulkanische Aktivitäten, die den Staubanteil der Atmosphäre erhöhten. Somit wurde
die Sonnenstrahlung abgeblockt. Gerade weil die Menschen noch durch die
Napoleonischen Kriege mitgenommen waren, fielen auch die Auswirkungen der
Missernten dieses Jahres drastisch aus. In Ehingen hielten sich diese Folgen
jedoch im Rahmen, da man hier volle Getreidespeicher hatte. In der Gegenwart gehört der ehemalige Landkreis Ehingen zum
des Alb Donau Kreis, dem auch der ehemalige Landkreis Ulm angehört.
Florian Mayer ehingerpaule-1(ät)yahoo.de
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