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Golfbälle - vom Stein zum Power Distance Flight
Theorien zum Entstehen des Golfsportes gibt es viele, eines ist einvernehmlich: Golf ist eine Ballsportart. Ob nun "Chole" um 1200 in Frankreich, "tagu" in Japan um 1400 oder gar "chuiwan" in China schon ab dem Jahr 1000 als Ursprungsformen des heutigen Golfspiels zu gelten haben sei dahingestellt. Die Schotten gelten deshalb als "Erfinder", weil sich zumindest deren Form des Spiels bis heute erhalten hat. Die anderen, vielfachen Arten golfähnlichen Ballspiels (auch die im antiken Rom, im alten Ägypten etc) verschwanden irgendwann. Es heißt, die Schotten hätten anfänglich Steine mit Stöcken geschlagen. Die ersten einigermaßen funktionierende Golfbälle dürften geschnitzte Holzkugeln gewesen sein. Gefolgt von gekochten Federn in genähte Ledersäcke gepresst und erkaltet. Dieser sogenannte Featherie flog zwar deutlich besser, war aber aufwendig und kostspielig herzustellen. Sicher mit ein Grund, warum Golf lange Zeit eine Sportart für Reiche blieb. Der Durchbruch in Sachen Golfbälle ereignete sich erst 1848 mit der Erfindung des Gutta-Percha Balls. Er bestand aus kautschukartigem Material und konnte industriell in Großserien hergestellt werden. Durch seine Härte änderte sich sowohl die Bauweise der Schläger wie die Schlagtechnik.
50 Jahre lang wurde der "Gutty" sinnvoll weiterentwickelt bis Cobum Haskell die geniale Idee für die Urform heutiger Golfbälle hatte: ein mit Gummifaden umwickelter Kern in einer Gutta-Percha Schale. Dieser Ball flog höher und weiter und wieder musste sich die Schwungtechnik umstellen.
Größe und Beschaffenheit der Golfbälle sind durch die Golfregeln festgelegt und die gedellte und damit aerodynamisch äußerst vorteilhafte Oberfläche (die dimples) macht sie sofort als Golfbälle erkennbar. Die Entwicklung vom Stein zu fast unüberschaubaren Varianten von Multi-Layer Golfbällen war ein langer Weg, der mit Sicherheit noch nicht beendet ist. Kontinuierlich bringen renommierte Hersteller wie Dunlop, Wilson, Maxfli, Topflite, Titleist etc. weiterentwickelte und verbesserte Bälle auf den Markt. Für größere Weite und besseres Gefühl. An Steinen müssen wir uns heutzutage zum Glück die Hände nicht mehr ruinieren. Dank "After Burner Core", "2 peace Superflex Core", "422-dimple structure" oder "High Performance mit Titaniumkern".
Bob Dunton Golfbob@t-online.de Golfakademie GmBH & CO KG
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