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Veröffentlicht : November 11, 2009 |
Autor : Golfbobbie
Kategorie : Sport und Unterhaltung | Bisher
gelesen
: 557
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Das Golfspiel gilt auch heute noch bei vielen als elitärer Sport den
nur eine kleine Gruppe von Personen ausüben können. Und es gibt nicht
wenige innerhalb dieser kleinen Gruppe, die auch lieber unter sich
bleiben möchten. Doch ganz so schlimm wie es noch vor einigen Jahren
war, ist es heute zum Glück nicht mehr. Mittlerweile gibt es
verschiedene Glolfclubs, die sich einem breiteren Publikum und damit
einer breiteren Masse an Spielern öffnen. Doch die Regel ist dies
nicht. Vereinzelt gibt es öffentliche Golfanlagen, die für jedermann
gedacht sind und die auch die notwendige Ausstattung verleihen, da die
meisten Menschen über keine eigene Golfausrüstung verfügen. Aber
immerhin der Zugang zum Equipment ist in den letzten Jahren vielerorts
leichter geworden und in so manchem Sportgeschäft sind Golfschläger,
Trolleys, Bälle und natürlich die entsprechende Kleidung erhältlich.
Doch wem nützt die schönste und beste Ausrüstung und womöglich sogar
noch das Talent zu golfen, wenn er keine Möglichkeit hat, dieses zu
nutzen? Also bleibt in vielen Fällen nur die Golfmitgliedschaft, wenn
man nicht einfach nur auf einem der öffentlichen Anlagen seinen
Abschlag üben möchte. Denn darauf läuft es vielerorts hinaus, dass
entweder nur der Abschlag oder das Einputten trainiert werden kann oder
der Golfplatz nur über 9 oder bestenfalls 11 Löcher verfügt. Die
Erlaubnis auf einem deutschen Golfplatz den Ball schlagen zu dürfen
hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen wäre da die so genannte
Platzreife bzw. Platzerlaubnis. Diese erhält man bei einer Golfrunde
mit einem Trainer, der durch die Vereinigung der Berufsgolfer (PGA =
Professional Golfers Association) anerkannt ist. Dabei darf man
selbstverständlich nur eine bestimmte Anzahl von Schlägen anwenden, um
den Ball einzulochen. Hinzu kommt noch eine Prüfung des Regelwerks für
das Golfspiel, die theoretisch abgelegt wird. Ziel dieser Prüfung ist
natürlich die Erlernung der Grundlagen im Golfsport sowie der Etikette,
die man beim Golfspiel an den Tag zu legen hat. Immerhin darf man nicht
vergessen, dass Golf auch ein gefährlicher Sport ist. So erreicht der
harte Golfball beim Abschlag eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h.
Wer dann daneben steht und vom ausholenden Schläger getroffen wird, der
muss sich längere Zeit keine Gedanken mehr zu einer Golfmitgliedschaft
machen. Mit dieser Etikette achtet und respektiert man somit andere
Spieler oder auch einfach nur den Rasen. Kein professioneller Spieler
wird es lustig finden, wenn jemand vor ihm den Rasen zerstückelt hat
und ihn nicht wieder in den Ursprungszustand versetzt. Nachteilig an
dieser Sache ist jedoch die Tatsache, dass die erworbene Platzerlaubnis
in der Regel fast immer nur für den ausstellenden Golfclub Gültigkeit
besitzt und für andere Plätze wertlos ist. Hier kommt dann das Handicap
ins Spiel. Diese beschreibt die Spielstärke eines jeden Spielers und
wird in einem nicht ganz unkomplizierten Verfahren errechnet. Mit
diesem Handicap, welches man aber erst einmal erlangen muss, gibt es
Möglichkeiten auf anderen Plätzen zu spielen. Doch auch hier existieren
Hürden, da die Golfclubs zu bestimmten bzw. beliebten Zeiten nur
Spieler mit einem gewissen Handicap an den Start lassen. Wenn es also
voll ist, hat man auch mit einer Platzerlaubnis und einem nur
mitteldürftigen Handicap möglicherweise das Pech nicht spielen zu
dürfen. Wer nun aber also alle Voraussetzungen erfüllt, der kann sich
in den Caddy setzten und zu seinem ersten Loch fahren, wenn… ja, wenn
er auch die Gebühr bezahlt hat. Die so genannte Greenfee wird von jedem
Betreiber einer Golfanlage erhoben, weil dem Besitzer natürlich
ebenfalls Kosten entstehen. Und eine Mitgliedschaft in einem Golfclub
ersetzt nicht die Gebühr für die Greenfee, wie meistens angenommen
wird. Dies ist aber selbstverständlich vom jeweiligen Club abhängig,
manche geben einen Rabatt, andere wiederum lassen den Golfer eine
gewisse Anzahl von Runden im Jahr kostenfrei spielen. Somit ist der
Zugang zum Golfsport ohne eine Golfmitgliedschaft erschwert aber nicht
unmöglich. Wer nun deshalb auf eine Golfmitgliedschaft nicht verzichten
möchte, aber nicht die ausreichenden Mittel zur Verfügung hat, um den
Jahresbeitrag zu bezahlen, der wird möglicherweise über einen Umweg
über andere Staaten versuchen, seinen Ball einlochen zu können. Alleine
der Suchbegriff Golfmitgliedschaft im Internet bringt reihenweise
Anbieter, die eine Mitgliedschaft als Fernmitglied anbieten. So würde
man beispielsweise im thailändischen Golfverband Mitglied, ohne jemals
dort gewesen zu sein und erwirbt sich das Recht weltweit auf fremden
Plätzen spielen zu können. Diese Mitgliedschaften haben neben dem
Vorteil, dass man überhaupt spielen darf, auch eine Attraktivität, da
sie günstig sind. Die Frage ist hierbei jedoch, ob auch alle Anbieter
seriös sind oder ob die dann ausgestellte Mitgliedskarte wirklich auf
jedem Golfplatz anerkannt wird. Dies sollte im Vorfeld geprüft werden,
bevor man eine Mitgliedschaft unterschreibt und Geld überweist. Ebenso
sollte vorher geklärt werden, ob der ausstellende Golfclub die
Mitgliedskarte besonders kennzeichnet, so dass diese Karte nicht
speziell für Fernmitglieder oder Gastmitglieder erkenntlich ist und
unter Umständen nur eine eingeschränkte Spielberechtigung erlaubt. Mit
solch einer Markierung wäre dem Spieler nicht geholfen und er steht
wieder wie zu Beginn mit seiner neu erworbenen Golfausrüstung am
Golfclub und erhält keinen Einlass. Hier heißt es also: Augen auf –
nicht erst beim Abschlag. Bob Dunton golfbob@hotmail.de
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