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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : May 25, 2007 | Autor : wdagobert
Kategorie : Städte & Länder | Bisher gelesen : 1308

  
In Gulgong grüßt die Historie von jeder Haustür
Gulgong ist eine seit 1870 wachsende und sich entwickelnde Stadt. Der Name ist die Bezeichnung der Ureinwohner für Gully (Wasserrinne).Natürlich war der Goldrausch in NSW Auslöser für diese Wachstum. Aber die Gemeinde bewahrte ihre Historie, sorgte für die Werterhaltung der alten Gebäude. So wurde Gulgong zu einer lebenden historischen Stadt. Sogar das Kopfsteinpflaster trägt zu solchen nostalgischen Empfindungen bei. 1820 siedelten vereinzelte Farmer in der Gegend. Heute wohnen 2.200 Menschen im Distrikt. Welch ein Kontrast zu 1872, als hier 20 Tausend Menschen scheinbar über Nacht eintrafen. Seit den Goldfund von Thomas Saunders am Red Hill am 14. April 1870 wurde in kluger Voraussicht gleich eine Stadt vermessen und gebaut. Die für damals typische rechtwinklige Straßenanlage beherrscht noch heute das Stadtbild. Es sollen über 170 historische Gebäude sein, die zwischen 1870 und 1910 entstanden sind. Und das obwohl der Goldrausch schon 1880 beendet war. Aber weißes Gold bestimmt bis heute noch die Szene. Kaolinfunde rund um die Stadt begründeten die Porzellanherstellung. So blieb auch das 19. Jahrhundert erhalten.

Von Wetterschutzverkleidungen durch Bretter oder Schindeln, von georgianischer Eisenverzierungen bis zum viktorianischen Gotik Stil Hause. Es ist alles vertreten. Vom Holzhaus bis zum Backsteingebäude. Diese Stadt ist ein nationales Kulturerbe! „Notable (Beachtenswert)" steht im Register of National Estate. Und auf einer Banknote erschien Gulgong zusammen mit Henry Lawson, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Es war die frühere 10 Dollar Note, die Gulgong in ganz Australien bekannt machte. Beim Stadtrundgang sieht man Platten auf dem Gehweg, die geheimnisvolle Symbole trugen. Der Gulgong Symbol Trail mit 70 Landstreicher Symbolen. Auch Cobb & Co hatten hier eine Station. Man bummelt durch die Stadt, besucht das Pioniermuseum, die alte Druckerei und das Opera House und fühlt sich wie im 19. Jahrhundert. Den Ausspruch von Henry Lawson „Wer Bourke kennt, kennt Australien!" kann man heute nicht mehr so gelten lassen. Aber vielleicht in leicht abgeändert Form. „Wer die Städte im Inland kennt, die Menschen dort erlebt, der kennt das wahre Australien!". Und das lernt man in eben diesen Gulgong kennen.

Mehr Reiseberichte finden Sie in meinem Australienbuch "Immer weiter zur Sonne".

Dieter Tischendorf    dw(at)wiedamann.de




 

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