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Wer kennt das nicht? Man ist auf Reisen, und die Zeit geht nicht vorbei. Wer im Auto am Steuer sitzt sollte ja eigentlich beschäftigt sein, so dass keine Langeweile aufkommt. Anders verhält es sich, wenn man mit der Bahn reist. Hier hat man ja wirklich Zeit und Muße, sich eine nette Beschäftigung zu suchen, mit der man sich die Zeit vertreiben kann. Seit dem Aufkommen der Handys gibt es hier ja mittlerweile eine Möglichkeit mehr.
Telefonate, die man schon lange mal erledigen wollte, lassen sich während der Zeit im Zug bestens führen. Doch wer öfters mit der Bahn fährt, wird den Haken an der Sache schon bemerkt haben: In der Regel lässt der Handyempfang im Zug deutlich zu wünschen übrig. Die Ursache für dieses Dilemma ist schnell ausgemacht. Die Scheiben der modernen Züge sind heute in der Regel metallbedampft. Bei diesem Verfahren wird in einem Vakuum eine extrem dünne Metallschicht auf das Glas aufgebracht. Der Vorteil dieser Behandlung liegt in der überlegenen Wärmeisolation. Doch metallbedampfte Scheiben haben auch einen gravierenden Nachteil: Da Metall bekanntlich leitfähig ist, ergibt sich hier die Tendenz zu einem faradayschen Käfig. Ein faradayscher Käfig ist vor elektrischen Feldern oder elektromagnetischen Wellen abgeschirmt. Dieses Phänomen tritt innerhalb von Hohlräumen auf, deren Hüllen leitfähig sind. Die bekannteste Auswirkung des faradayschen Käfigs ist der Schutz vor Blitzen im Auto. Für den Handyempfang ist dieser Effekt natürlich absolut schädlich.
 Die Deutsche Bahn setzt deshalb in den modernen ICE-Zügen (auch in manchen IC's) Verstärker ein, welche die Funksignale vom Äußeren ins Innere des Zuges leiten und umgekehrt. Dieser Dienst ist aber noch nicht für alle Netzbetreiber erhältlich, bei manchen ist ein kurzfristiger Datenverlust also wahrscheinlicher. Wer einem Vielreisenden ein Handy schenken will, sollte diesen Aspekt also durchaus in die Kaufentscheidung einfließen lassen. Denn Weihnachtsgeschenke sollen ja auch langfristig Freude bereiten.
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