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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : June 07, 2010 | Autor : Elvira A.
Kategorie : Gesundheit | Bisher gelesen : 329

  

Nirgends in der Natur ist derartig deformiertes Verhalten wie bei dem Menschen zu beobachten. Tiere wissen intuitiv was ihre Nachkommen brauchen. Dies weiß auch der Mensch in seinem tieferen Innerem, leider hat er jedoch verlernt darauf zu hören. Viele ungesunde Glaubenssätze werden von Generation zu Generation weitergegeben und erhalten.

Wie kommt es, dass die Menschen an die eigene Trägheit glauben?

Träge ist die tote Materie, alles Lebendige sowie der Mensch hat die natürliche Wachstumstendenz, wenn sie nicht im Keime erstickt wird. So wie der Körper an Nahrung angewiesen ist, um gedeihen zu können, so braucht auch unsere Seele an seelischen Nahrung, um nicht zu verkümmern. Die seelische Nahrung, die ein Mensch braucht, um gesund gedeihen zu können, sind z.B. Nähe, Wärme, Geborgenheit, Verständnis, Zuwendung, Aufmerksamkeit, Ernst-Nehmen, usw. Alles um den Menschen herum wächst und gedeiht, aber der Mensch glaubt an die eigene Trägheit. Allein aus diesem Glaubenssatz entstehen so viele destruktive Verhaltensmuster. Jeder weiß, dass das Gras nicht schneller oder besser wächst, wenn man an ihm zupft.

 

In der Kindheit erlernte Muster, die am stärksten durch die Beziehung zu nahen Bezugspersonen geprägt wurden, begleiten uns lebenslang, bis die durchbrochen werden. Weder Kampf noch Flucht oder Sich-Totstellen haben Einfluss auf dessen Hartnäckigkeit. Die Hartz-IV-Gesetze sind keine bloße fiktive Erfindungen, denn sie spiegeln die Verhaltensmuster, die in einigen Familien herrschen, aus dem Glauben heraus, dass der Mensch von Natur aus träge ist. Mit Unterdrückung, Kontrolle, Bestrafung, Kritik, Entmachtung, Demütigung wird versucht der Trägheit entgegenzukommen. Die Angst als Motivationskraft soll den Menschen in Bewegung setzen. Das Vertrauen wird zu Fremdwort.

Die Konsequenz daraus ist, dass die Menschen durch solche Behandlung noch mehr entmutigt, verzweifelt, frustriert, werden. Resignation und unkontrollierte Aggressivität sind die traurige Bilanz derartiger Beziehungen, die zu Isolation, Kriminalität, Suchtverhalten, Krankheiten, Verbitterung, Ausweglosigkeit, Selbstzweifel, Trägheit, Erschöpfung und vielen anderen destruktiven Bewältigungsversuchen führen.

Anstelle vom Vertrauen und Glauben an sich selbst wächst Misstrauen und Selbstzweifel.

 

So wie eine verkümmerte Pflanze durch Sonnenlicht und Wasser wieder zum Leben erweckt werden kann, so kann auch die Seele nach und nach aufblühen, wenn sie das bekommt, woran ihr mangelt. Normalerweise wissen die Menschen intuitiv die Bedürfnisse der Mitmenschen zu befriedigen. Da aber das nun verlernt wurde muss der Mensch lernen seine Bedürfnisse zu äußern, wenn er möchte, dass seine Bedürfnisse befriedigt werden. Wenn die Befriedigung erhofft und nicht erwartet wird, wird er früher oder später Erfolge sammeln, und so dafür selbst sorgen, das zu bekommen, woran ihn mangelt. Es ist nicht möglich andere zu ändern, aber es ist möglich deren Herzen zu erreichen. Bitten – hilft die Teufelskreise zu durchbrechen. Alles andere wie Flucht, Kampf, Totstellen verstärken nur bestehende Muster.

Die Eltern sind für ihre Taten verantwortlich, die Kinder jedoch dafür, was sie draus machen.

Das Umlernen benötigt zwar Zeit und Energie, aber es lohnt sich. Ich wusste viele Jahre nicht, warum ich mich krank und erschöpft fühlte, bis ich vom Muster der emotionalen Entbehrung las, anscheinend war mir gar nicht bewusst, dass mir das fehlte. So lernte ich nach und nach meine Bedürfnisse zu äußern und war erstaunt, dass die meisten Mitmenschen gewillt waren, so weit es möglich war, auf mein Bitten einzugehen.

 

Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit zu haben.




 

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