1984 wurde ein amerikanischer Hersteller von Festplatten damit
beauftragt einen neuen Controllertyp für Festplatten zu entwickeln, der
mit nur einem Kabel den Datenaustausch abwickeln konnte. Die damals
gängigen Systeme ST506 oder ESDI benötigten für die Kommunikation
spezielle abgeschirmte Kabel, und verfügten nur über eine sehr geringe
Datentransferrate.
1986 stelle die beauftragte Firma die neue Schnittstelle unter dem
Namen
Integrated Device Electronics ( kurz IDE ) vor. Neu an der
Technik war neben dem 40 – poligen Flachbandkabel auch, das der
Großteil der Controller – Elektronik auf dem Peripheriegerät ( zum
Beispiel einer Festplatte ) selber Platz fand.
Nachdem sich die IDE Technologie etabliert hatte, wurde sie von anderen
Herstellern übernommen, und wurde als ATA-1 Standard 1989
verabschiedet. Der Begriff IDE – Schnittstelle hält sich aber bis heute
als Synonym für ATA Systeme bzw. dem neueren PATA Standard.
Die Bezeichnung AT deutet noch heute auf IBM PC/AT Computer mit einem
80286 Prozessor hin. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die IDE
Architektur auf 16 Bit breite Bussysteme ausgelegt ist.
Ein weiterer großer Vorteil im Vergleich zu den Vorgängern der neuen
Controller war, das zwei Geräte parallel an einem Kabel betrieben
werden können, ohne die Adressleitungen verdrehen zu müssen. Die
Unterteilung in Master und Slave war schon 1986, kurz nach der
Einführung der Technik gebräuchlich, und hat sich bis heute gehalten.
Außerdem verfügt die
IDE ( oder auch ATA ) Technologie über die
Möglichkeit des Cable Select ( CS ), das benutzt werden kann wenn es
dem Host selbst überlassen werden soll, welches der beiden Geräte am
Bus Master oder Slave sein soll. Bei früheren Systemen mussten diese
Leitungen vertauscht angeschlossen werden um entscheiden zu können von
welchem Datenträger die Informationen stammen.
Der ATAPI Standard der aus der ATA Technologie hervor ging beschreibt
das Verfahren mit dem ein Host ( in den meisten Fällen das Mainboard
oder eine PCI Karte ) mit den angeschlossenen Geräten kommunizieren
kann.
Die maximale Transferrate reicht von 8,3 MB/s beim ATA-1 bis zu 133MB/s
beim später gebräuchlichen ATA-7, der noch mit der neueren SATA Technik
mithalten kann.