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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : August 08, 2007 | Autor : Diarmiud
Kategorie : Freizeit und Hobby | Bisher gelesen : 1409

  
Jeder, der mit Katzen zusammenlebt oder schon Katzen kaufen war, weiß, dass die Katzen-Sprache mehr anzubieten hat als ein simples „Miau", unsere felinen Freunde haben deutlich mehr Potential, sich stimmlich auszudrücken, als man im allgemeinen denkt. Einige Katzen sind die beachtlichsten Schnattertanten und schwadronieren von früh bis spät, weitere erheben ihre Stimme zu einem ohrenbetäubenden Kreischen, für den Fall, dass ihnen etwas nicht passt und wiederum andere setzen ihr Maunzen nur sparsam ein... Katzenwelpen „sprechen" mit ihrer Mama in einer eigenen Katzenbabysprache, die sie beim Wachsen zeitnah wieder aufgeben. Die Katzenmutter begreift an den Miaunuancen ihres Nachwuchses unmittelbar, ob der sich in einer gefährlichen Lage befindet oder der winzige Nachwuchs nur Appetit hat.

Katzen, die aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind, stellen im gleichen Atemzug auch ihre Babysprache ein. Sie sind dann autarke Katzen, die nicht mehr auf die Aufsicht ihrer Mama angewiesen sind - die Interaktion mit den übrigen Katzen erfolgt nunmehr hauptsächlich über die Körpersprache und das Setzen von Duftmarken. Lärmend gestritten wird meist nur unter Katern, überwiegend, wenn eine Kätzin in der Nähe ist.  Aber auch die Katzendamenwelt weiss ihre Revierrechte lautstark zu verteidigen. Jedoch bei uns Katzenbesitzern fallen sie in ihre Katzenbabysprache zurück, da sie uns als eine Art Mutterersatz sehen.

Die Katzensprache umfasst aber eine Menge mehr wie nur das Miauen, für Katzen sind auch Düfte und Gerüche essenzielle Sprachformen. Alle Katzenrassen haben so genannte Duftdrüsen, mit denen sie Duftsekrete zur Markierung ihres Reviers absondern können. Diese Drüsen sitzen in der Nähe des Afters, an den Katzenpfoten, um die Augen herum und unter den Katzenohren. Die Duftsekrete sind der private „Fingerabdruck" und geben den übrigen Katzen bedeutende Informationen über Katzengeschlecht, Alter und sogar den sozialen Stellenwert einer Katze. Kater hinterlassen beim Markieren mit ihrem Urin eine regelrechte Datenflut. Selbst das Kratzen an Bäumen (oder im Haus leider alternativ an den Hausmöbeln) dient Katzen dazu, eine Nachricht zu hinterlassen, die andere Artgenossen problemlos entschlüsseln können.

Peter Bödeker
av[at]boedeker.de




 

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