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Veröffentlicht : October 20, 2007 |
Autor : FL4PJ4CK
Kategorie : Sport und Unterhaltung | Bisher
gelesen
: 1604
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Anfang der 90er entwickelten ein paar junger Snowboad-Freaks das sogenannte All Terrain Board, bzw. Mountainboard. Das ist ein Gefährt, dass es möglich machen soll, auch im Sommer "Snowboard" fahren zu können. Zu diesem Zweck wurden zunächst einfach große Räder an die Boards geschraubt. Diese stehen wegen ihrer Größe, im Gegenteil zum Skateboard, seitlich über den Rand hinaus. Außerdem sind sie mit Luft gefüllt und haben ein Profil, was es möglich macht, auch im Gelände voran zu kommen.
Bald entdeckten die Skateboarder Parallelen zu ihrem Sport. So gibt es heute den sogenannten Freestyle, bei dem Sprünge, Grinds, Tricks uvm. mehr praktiziert werden. Wie eben beim Skateboard.
Doch die wahrscheinlich größte Gruppe der Mountainboard-Stile bildet das Kite-Landboarding. Dies wurde, wie der Name schon sagt, von den Kitern, den Drachenfliegern, entwickelt. Das Prinzip ist einfach: Man hängt sich an große Matten (von der Form ähnlich wie Paraglider, bloß kleiner), stellt sich auf das Mountainboard und lässt sich ziehen. Soweit die Theorie, in der Praxis ist dieses jedoch um einiges anspruchsvoller. Als erstes gilt es den Halbwindkurs zu lernen. Das bedeutet, dass man nicht in Windrichtung "dem Wind hinterher" fährt, sondern im 90°-Winkel zum Wind. Dies hat erstens den Vorteil, dass der Fahrer ganz normal nach vorne schauen kann (zur Matte) und nicht seitlich, und zum anderen, dass man in beide Richtungen nach links und rechts fahren kann. Vorwärts kommt man, indem man die Matte in Wellenbewegungen in die gewünschte Richtung (rechts oder links) lenkt. Dabei können bei geübten Fahrern sehr hohe Geschwindigkeiten aufkommen. Beherrscht man diese Technik blind, kann man sich an kleine Tricks machen. Sehr häufig werden von Kite-Landboardern hohe Sprünge gemacht. Dabei zieht der Drachen einen auf bis zu 2 Meter und mehr in die Luft. Dort kann man dann verschiedene Tricks machen, zum Beispiel alle Arten von Grabs. Grabs sind relativ einfache Tricks, bei denen der Rider an eine Kante des Mountainboards fasst. Aber auch komplizierte Moves kann man machen, diese müssen aber ziemlich lange geübt werden, bis sie perfekt sitzen.
Der Sport hat inzwischen sehr an Beliebtheit gewonnen, was dazu geführt hat, dass es zahlreiche Meisterschaften gibt, auch Weltmeisterschaften. Abschließend ist aber noch zu sagen, dass dieser Sport nicht nur für waghalsige Extremsportler geeignet ist, sondern auch für Familien und Leute, die einfach nur ein bisschen über den Strand oder die Wiese cruisen wollen. Denn auch ohne atemberaubende Sprünge und Tricks ist das Kite-Landboarding ein rießen Spaß!
Nicolas Schabram info [at] mountainboard-world.de
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