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Seit einigen Wochen muss ich mich das erste Mal im Leben mit der Organisation einer Klassenfahrt befassen. Das Ziel Prag stand bei den Schülern schnell fest. Kann mir jemand sagen, ob ich einen Veranstalter für Klassenfahrten fragen soll? Und wenn ja welchen? Hat jemand Erfahrungen? Organisiert der wirklich alles?
Oder suche ich mir alles Einzeln zusammen, was ich mir sehr mühsam vorstelle und dann noch in Prag. Wo bekomme ich einen günstigen Bus her und Stadtrundfahrt, erst recht ein geeignetes Hotel, bei der Touristeninformation?
Eine andere Klasse erwies sich da schon als Profi. Ihr Ziel musste unbedingt der Gardasee sein. Natürlich sollte die Fahrt mehr kosten als geplant. Wir lösten das Problem, indem wir die Klassenfahrt vom Herbst, dem ursprünglichen Termin, auf Frühjahr nächsten Jahres verschoben. Es blieben also mehrere Monate, um das nötige Geld zu sparen. So schafften es schließlich alle 28 unserer Klasse.
Ein zusätzlicher Vorteil war, dass wir uns sehr gründlich auf die Fahrt vorbereiten konnten. So wurden zunächst alle Freizeit- und Sportmöglichkeiten zusammen getragen. Eine Arbeitsgruppe stellte dann die einzelnen Möglichkeiten zusammen und traf eine Vorauslese. Es zeigte sich, dass das eine richtige Vorgehensweise war, denn die Gruppe leistete eine gute Arbeit. Bis ins Detail wurden die einzelnen Tage geplant. Natürlich haben unsere „Fachleute“ auch an Pausen gedacht und Zeiten für Freizeit bzw. „individuelle“ Aktivitäten eingeplant.
Es hörte sich alles toll an und wir konnten es gar nicht erwarten. Die Tage bis zur Abfahrt zogen sich wie Gummi in die Länge, so erwartungsvoll waren alle.
Endlich war der Tag da. Es sollte eine Nachtfahrt werden und wir hatten die Vorgabe, am Tag vorher etwas zu schlafen. Unser Lehrer wusste nämlich, dass die Nachtfahrt kaum Schlaf zulassen würde, Ich gestehe, mir ist es nicht gelungen und es war mir auch egal. Ich war einfach zu aufgekratzt und voller Erwartungen. Lachen musste ich bei Start im Bus, denn genau wie mir ist es auch allen anderen ergangen. An Vorschlafen war bei keinem zu denken. Es zeigte sich aber, dass das ein Vorteil war. Schon kurz nach Mitternacht wurde es schweigsam im Bus und es dauerte nicht lange, bis völlige Stille im Bus war. Alle waren zur Ruhe gekommen und schlummerten dem Ziel entgegen.
Am nächsten Morgen waren alle wieder wach, waren fit für den Tag und voller Erwartung. Wir waren in Italien und unser Ziel nicht mehr weit.
Nach einer Pause, die für eine Morgentoilette und zu einem kleinen Frühstück genutzt wurde, traten wir die etwa 100 letzten Kilometer bis zum Ziel an.
Es war kurz vor 11:00 Uhr als der Bus vor unserem Hotel hielt. Es machte einen guten Eindruck und lag in Sichtweite zum See.
Wir hatten Glück, denn wir konnten schon unsere Zimmer beziehen und hatten uns schnell eingerichtet.
Uns drängte es nach der doch langen Busfahrt nach einem Spaziergang machten uns in kleine Gruppen auf, die Umgebung, den Ort und den See zu erkunden. Alle waren zufrieden mit dem ersten Tag und freuten sich auf die nächsten Tage.
Unser Programm war ausgewogen und einfach „Spitze“. Ich muss nicht besonders erwähnen, dass die 6 Tage wie im Fluge vergingen und für alle eine tolle Erinnerung bleiben werden.
Sarah Killpatrick
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